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Laparoskopischer Magenbypass bei morbider Adipositas

GRUNDLAGEN: Die morbide Adipositas trifft in den Vereinigten Staaten bei mehr als 60 % der Erwachsenen mit Übergewicht zu und hat somit ein epidemisches Ausmaß eingenommen. Die konservativmedizinischen Therapieoptionen wie kalorienarme Diät, Bewegungsübungen, Verhaltensanpassung und medikamentöse Therapie versagen jedoch sehr oft. Die verschiedenen chirurgischen Therapieoptionen scheinen einen längerfristig anhaltenden Gewichtsverlust erzielen zu können. Dies hat in den letzten Jahren zu einem dramatischen Anstieg der Patienten geführt, die sich einer bariatrischen Operation unterzogen haben. METHODIK: Mit Hilfe der Medline-Suche wurde eine Durchsicht der englischsprachigen Literatur über den laparoskopischen Bypass bei morbidem Adipositas durchgeführt. ERGEBNISSE: Die minimal-invasiven Eingriffe haben aufgrund des geringeren postoperativen Schmerzes, der geringeren Wund- und kardiopulmonalen Komplikationen und des schnelleren Erreichens der normalen körperlichen Aktivität zu einer signifikanten Reduktion der perioperativen Morbidität geführt. Die Zahl der Dünndarmobstruktionen beim laparoskopischen Y-Roux Magenbypass scheint höher als bei offener Technik zu sein. Der überwiegend große Teil dieser Komplikationen kann aber wiederum laparoskopisch therapiert werden. Ebenfalls ist die Zahl der Anastomosenstrikturen bei laparoskopisch operierten Patienten höher. Diese Patienten können jedoch endoskopisch behandelt werden und brauchen keine weitere chirurgische Intervention. SCHLUSSFOLGERUNGEN: In USA hat sich der laparoskopische Y-Roux Magenbypass in kurzer Zeit zum Goldstandard der chirurgischen Therapie beim morbiden Adipositas entwickelt. Es konnte dabei auch gezeigt werden, dass der laparoskopische Y-Roux Magenbypass gleich effektiv ist wie der offene Eingriff.

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