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Knochenschmerz durch Mangel an Vitamin D

Nuklearmediziner merkten, dass der Winter in Deutschland lang und sonnenlos war. „In unseren Praxen waren auffallend viele Patienten mit unklaren Knochen- oder Muskelschmerzen“, berichtet Dr. med. Detlef Moka, Vorsitzender des Berufsverbands Deutscher Nuklearmediziner e. V. (BDN).

Doch viele leiden gar nicht unter Rheuma oder entzündlichen Gelenkerkrankungen, wie zunächst vermutet. Immer häufiger sind die Beschwerden Folge eines schweren Vitamin D Mangels - Resultat einer anhaltenden Unterversorgung mit direktem Sonnenlicht.

Dazu zählen verschiedene Symptome wie Müdigkeit, verlangsamtes Denken, Depression, Muskelschwäche und -krämpfe, Schmerzen in den Knien und im Rücken, Schlafstörungen, Hautprobleme, erhöhte Anfälligkeit für Infekte und bakterielle Infektionen, Knochenbrüche, Überfunktion der Nebenschilddrüsen, Osteoporose und schmerzhafte Knochenerweichung („Osteomalazie“).

„Wer sich in den Monaten März bis September zwei bis drei Mal pro Woche für fünf bis 30 Minuten mit Gesicht und Armen oder Beinen der direkten Sonne aussetzt, hat keine Schäden zu befürchten und baut ausreichend Vitamin D, auch für einen sonnenarmen Winter, auf“, so Moka. Die Dauer hängt vom Alter und Hauttyp des Betroffenen ab.

Die Vitamin D-Zufuhr über die Nahrung ist weitaus schwieriger. Ist es nicht möglich, den Bedarf über Sonnenlicht und Ernährung zu decken, können Betroffene Vitamin D in Form von Tabletten, Kapseln oder öligen Tropfen zusetzen. Bei sehr gravierendem Mangel, helfen hoch dosierte Spritzen, entleerte Speicher kurzfristig wieder aufzufüllen.

Quelle: Presseaussendung Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner e.V.

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