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Laparoskopische Leberresektion (LLR): State of the Art

GRUNDLAGEN: Mit diesem Artikel wollen wir den derzeitigen Wissensstand bei laparoskopischen Leberresektionen (LLR) definieren. Sowohl die Rolle der Laparoskopie und des intraoperativen Ultraschalls für ein optimales Staging als auch deren Auswirkung auf die therapeutische Strategie werden dargestellt. Folgende Fragen können hiermit beantwortet werden: Welche Art von Tumoren und welche Patienten sind geeignet für eine LLR? Hiermit definieren wir die Indikationen und die onkologischen Einschränkungen. Wie können wir eine sichere LLR durchführen, welches sind die technischen Voraussetzungen, der Kostenvoranschlag und die Lernkurve? Hiermit definieren wir die Machbarkeit einer solchen Operation. Was sind die potentiellen Vorteile einer solchen Prozedur im Hinblick auf Konversion, Komplikationsraten und neuerliche Eingriffsrate in der Literatur? METHODIK: Review; um die Resultate auszuwerten, wurden nur Publikationen mit mehr als zehn LLR in Betracht bezogen. ERGEBNISSE: 17 Studien mit insgesamt 595 LLR wurden ausgewertet. Die Sterberate ist 0% und die Morbiditätsrate, dargestellt durch die Komplikationsrate, ist niedrig: 15,5% (4,7–45%). Die Konversionsrate beträgt 8,5% (54,5%). Bluttransfusionen kamen in 8,6% der Fälle vor und wiederholte Eingriffe in 1,06%. Die Resektionszone war in 0,79% von Tumorzellen befallen (0–7%), aber es konnten keine Metastasen in den Trokarteinschnitten festgestellt werden. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Eine rezente Literaturübersicht bestätigt die Machbarkeit der LLR in 90%. Dies jedoch in ausgewählten Fällen, d. h. in kleinen Tumoren der vorderen Lebersegmente. Sie zeigt eine geringere Komplikationsrate, und dies bei gleichem Päroperativen Blutverlust. In malignen Tumoren ist eine Päroperative Ultraschallstudie von größter Wichtigkeit, um eine korrekte Resektionszone zu ereichen.

J. S. Azagra, M. Goergen, J. F. Gigot, M. Schiltz, V. Lens, European Surgery

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