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Laparoskopische Technik zur Reparation von Narbenhernien

GRUNDLAGEN: Die laparoskopische Reparation von Narbenhernien, die auf der so genannten intraperitonealen Onlay Mesh-Technik beruht, findet zunehmend Eingang in den klinischen Alltag. Ursache hierfür ist das reduzierte Bauchdeckentrauma im Vergleich mit den offenen Verfahren. METHODIK: Literaturübersicht zur laparoskopischen Behandlung von Narbenhernien. ERGEBNISSE: Die aktuelle Literatur zeigt niedrige Rezidiv- und Konversionsraten bei akzeptabler Morbidität im Sinne von unerkannten Darmläsionen. Der entscheidende Vorteil der laparoskopischen gegenüber den offenen Techniken ist die reduzierte Rate an Wundkomplikationen. Die Frage nach dem intraperitoneal zu applizierendem Material, die Gegner der laparoskopischen Reparation gerne anführen, ist heute geklärt. Verschiedene Netzstrukturen verhindern auf der einen Seite die Ausbildung von Adhäsionen und erlauben eine echte Inkorporation auf der anderen Seite. Eine aktuelle Entwicklung (Polyvinyliden Fluorid) scheint besonders attraktiv, da sie eine Überlappung und damit die Anwendung von mehreren Netzen erlaubt und außerdem eine der originären Bauchwand vergleichbare Elastizität aufweist. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Fast alle Narbenhernien können zwar laparoskopisch versorgt werden. Trotzdem ist eine genaue Kenntnis der Hernienkrankheit selbst sowie der verschiedenen Behandlungsoptionen notwendig, um für den individuellen Patienten die jeweils beste Therapie zu finden.

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