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Gallensteinileus – eine seltene Erkrankung

GRUNDLAGEN: Gallensteinileus ist eine seltene Krankheit. Eine genaue Diagnose wird nur selten vor dem chirurgischen Eingriff durchgeführt. Optimale Heilungsstrategie, Indikation der Cholezystektomie und Behandlung der biliaren Fistel bleiben umstritten. METHODIK: Es wurden eine retrospektive Studie und Datenanalyse der Patienten, die wegen eines Gallensteinileus an der chirurgischen Abteilung des Universitätskrankenhauses Motol innerhalb der letzten 16 Jahre (1. Januar 1989 – 31. Dezember 2004) operiert wurden, durchgeführt. ERGEBNISSE: Die untersuchte Gruppe bestand aus 23 Patienten – 18 Frauen (78,3 %) im Durchschnittsalter von 76,5 Jahren und 5 Männer (21,7 %) im Durchschnittsalter von 76,9 Jahren. Die Enterolithotomie wurde bei 19 Patienten (82,7 %) durchgeführt. Die Sterblichkeit war hoch, die häufigsten aufgetretenen Probleme, die bei 10 Patienten (43,5 %) vorkamen, betrafen die Wundenheilung. Die Sterblichkeitsrate betrug 8,7 %. Weitere biliare Symptome wurden nur bei 3 Patienten (13 %) beobachtet. Alle waren mit herkömmlichen Steinen in den Gallenröhren verbunden. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Ziel der optimalen Behandlung ist die rechtzeitige Diagnose und prompte Entfernung der Dünndarmobstruktion. Die Entherolithotomie scheint Methode der Wahl bei akutem chirurgischem Eingriff zu sein. Multiple Steine können bei bis zu 20 % der Patienten vorkommen und sollten nicht übersehen werden. Man sollte eine Cholezystektomie nur bei Patienten in gutem gesundheitlichem Zustand und mit bestehenden biliaren Symptomen und Cholezystolithiasis erwägen.

J. Šimša, J. Leffler, D. Charvát, P. Grabec, J. Hoch, European Surgery

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