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Radionuklidtherapien jenseits von Jod-131

Seit Jahrzehnten wird Iod-131 in der Behandlung von Patienten mit Schilddrüsenkrebs verwendet. In den letzten Jahren finden zunehmend auch andere Radiopharmaka im klinischen Betrieb bei der Behandlung von verschiedenen malignen Erkrankungen Anwendung. Obgleich bei diesen Therapien grundsätzlich – wie bei sämtlichen Therapien mit offenen Radionukliden – spezielle Strahlenschutzvorkehrungen erforderlich sind, ist eine eigene nuklearmedizinische Therapiestation in vielen Fällen aufgrund der geringeren bzw. fehlenden Gammastrahlung im Unterschied zur Radiojodtherapie nicht notwendig.

Im Folgenden werden vier verschiedene Radionuklidtherapien näher beleuchtet, die in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen haben.

  • Bei der sog. Radionuklidpeptidtherapie bekommen die Patienten einen radioaktiv markierten Rezeptorliganden appliziert, welcher an Somatostatin-Rezeptor-exprimierendes Gewebe in neuroendokrinen Tumoren bindet.
  • Auf der Basis eines Antikörpers gegen CD20-positive Zellen wird die sog. Radioimmuntherapie in der Behandlung von bestimmten Formen eines malignen Lymphoms eingesetzt.
  • Bei primären oder sekundären Lebertumoren können 90Y-markierte Partikel verwendet werden, welche direkt in das Zielgewebe appliziert werden.
  • Desweiteren ist auch der palliative Ansatz von knochenaffinen Radiopharmaka zur Behandlung von Tumorschmerzen aufgrund von Knochenmetastasen zu erwähnen.

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