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Laparoskopische Splenektomie bei massiver Splenomegalie

GRUNDLAGEN: Laparoskopische Splenektomie (LS) ist vornehmlich bei Patienten mit hämatologischen Erkrankungen indiziert, die keine wesentliche Vergrößerung der Milz aufweisen. Die Splenomegalie wird nicht selten für eine laparoskopische Vorgehensweise als kontraindiziert erachtet. Das Ziel dieser Arbeit ist die derzeit verfügbaren technischen Möglichkeiten zur Durchführung einer laparoskopischen Splenektomie bei Patienten mit einer vergrößerten Milz zu untersuchen und die damit zusammenhängenden aktuellen Ergebnisse darzustellen. METHODIK: LS bei Splenomegalie kann rein laparoskopisch oder unter Anwendung einer Hand assistierten Technik durchgeführt werden. Die HALS-Technik wird mit einer 7 cm bis 7,5 cm großen Inzision am rechten Hypogastrium durchgeführt. ERGEBNISSE: Durch die weiterentwickelte Technik kann auch eine vergrößerte Milz laparoskopisch erfolgreich entfernt werden. Dabei kann die Vorgehensweise total laparoskopisch oder handassistiert sein. Die Vorteile der minimal invasiven Technik gehen auch bei der handassistierten Methode nicht verloren. Welche dieser Techniken die bessere ist, wird kontroversiell diskutiert. Die kumulativen Ergebnisse zeigen, dass die Operationszeit, Blutverlust und die Hospitalisationszeit sowohl bei der total laparoskopischen als auch bei der Hand assistierten Technik signifikant reduziert werden. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Splenomegalie ist für eine laparoskopische Vorgehensweise nicht kontraindiziert, sie bedarf jedoch der Erfahrung eines fortgeschrittenen Laparoskopikers und Übung mit der Hand assistierten Technik. Zur exakten Beurteilung der Rolle der laparoskopischen Technik bei massiver Splenomegalie sind vergleichende Studien notwendig.

E. M. Targarona, C. Balagué, R. Berindoague, C. Martinez, P. Hernandez, M. Trias, European Surgery

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