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Thorakoskopische Ösophagektomie in Bauchlage – Technik der Laparoskopie und Cervicotomie

GRUNDLAGEN: Die Autoren beschreiben die Technik der thorakoskopischen Ösophagektomie in Bauchlage mit anschließender Laparoskopie und zervikalen Exstirpation in Rückenlage. METHODIK: Zwischen 20. Oktober 2002 und 31. August 2005 wurden an 15 Patienten (12 Männer und 3 Frauen) eine laparoskopische Ösophagusresektion durchgeführt. Das Durchschnittsalter der Patienten betrug 60,4 Jahre (37–86). Die Tumorlokalisation war bei einem Patienten zervikal, bei 3 Patienten im mittleren Abschnitt, bei 6 Patienten im distalen Abschnitt und bei 5 Patienten am ösophagogastralen Übergang. Die präoperative Histologie zeigte bei je 7 Patienten ein Plattenepithel- und Adenokarzinom und bei einem Patienten handelte es sich um eine hochgradige Dysplasie mit carcinoma in situ. Eine neoadjuvante Therapie wurde nicht durchgeführt. ERGEBNISSE: Die durchschnittliche Operationszeit betrug 377,1 Minuten (300–540). Die durchschnittliche perioperative Blutung betrug 889,3 ml (125–2400). Die perioperative Morbidität bestand aus einer Konversion in offene Thorakotomie bei einem Patienten und einer Splenektomie bei einem zweiten Patienten. Als allgemeinmedizinische postoperative Komplikationen traten eine respiratorische Insuffizienz, eine tiefe Beinvenenthrombose, eine Pneumonie, zwei Trachealnekrosen und drei passagäre laryngeale Paralysen auf. Vier ösophagogastrale und eine ösophagocolische Anastomoseninsuffizienzen und zwei sehr große Hiatushernien waren die chirurgischpostoperativen Komplikationen. Histologisch waren die Resektionsränder alle im Gesunden. Die Zahl der entfernten Lymphknoten betrug periosophageal und mediastinal 5,1 (2–13), am Trunkus coeliakus und perigastral 12,2 (3–22). Die frühpostoperative Mortalität betrug 0. Nach einer mittleren follow-up Zeit von 19,1 Monaten (8–34) ist die Gesamtüberlebensrate 61,5 %. Von diesen Patienten sind 87,5 % tumorfrei und 37,5 % erhalten eine adjuvante Therapie. Es trat bei keinem Patienten ein gastro-ösophagealer Reflux auf und bei 4 Patienten kam es zu einer Stenose an der ösophagogastralen Anastomose. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die kombinierte thorakoskopisch-laparoskopische Ösophagektomie mit einer erweiterten Lymphadenektomie ist technisch durchführbar und sie stellt eine sichere Methode dar. Die Thorakoskopie in Bauchlage erhöht sowohl die Qualität der Ösophagusmobilisation als auch der mediastinalen Lymphadenektomie.

G.-B. Cadière, G. Dapri, E. Capelluto, J. Himpens, European Surgery

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