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Minimal invasive Schilddrüsenchirurgie

GRUNDLAGEN: Die ersten endoskopischen bzw. videoassistierten Eingriffe der Schilddrüse gehen auf die zweite Hälfte der 90iger Jahre zurück. Noch immer sehen jedoch viele Chirurgen die minimal invasive Schilddrüsenchirurgie nicht als einen wirklichen Fortschritt an. METHODIK: Das Charakteristikum der Technik ist eine 1,5 cm lange zentral gelegene Inzision und die externe Retraktion. Die Blutstillung wird mit einer Ultraschallschere (Harmonic®, Johnson and Johnson, Cincinnati, OH, USA) durchgeführt. Die endoskopische Visualisierung wird mit Hilfe eines 5 mm 30° Endoskops vorgenommen. ERGEBNISSE: Seit Juni 1998 wurden 905 Patienten einer minimal invaiven video-assistierten Thyreoidektomie (MIVAT) zugeführt. Es handelte sich dabei um 777 weibliche und 128 männliche Patienten. Das Durchschnittsalter betrug 39,8 Jahre. Bei 566 Fällen handelte es sich um eine totale Thyreoidektomie und 339 Mal um eine Lobektomie. Bei 20 Operationen wurde auf eine Zervikotomie konvertiert. Als Komplikation traten bei 1,3 % eine permanente und bei 2,2 % eine transitorische Rekurrensparese auf. Zu einem permanenten Hypoparathyroidismus kam es bei 4,7 % der Patienten und bei 0,3 % trat eine postoperative Blutung auf. SCHLUSSFOLGERUNGEN: MIVAT kann bei einem geringen Teil der Patienten angewendet werden und es bedarf einer strikten Einhaltung der Einschlusskriterien. Bei diesen ausgewählten Patienten stellt sie eine sichere, kosteneffektive Methode mit exzellentem kosmetischem Ergebnis dar.

P. Miccoli, G. Materazzi, C. E. Ambrosini, P. Berti, European Surgery

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