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Funktionelles Resultat und biomechanische Untersuchungen nach Tumor-Resektion im Bereich des Schultergürtels (Fallbericht)

GRUNDLAGEN: Es wird ein 20-jähriger Mann vorgestellt, der wegen eines ausgedehnten Desmoidtumors im Schulterbereich marginal reseziert worden ist und intra- und postoperativ nachbestrahlt wurde. METHODIK: Weite Teile des Schultergürtels waren von Tumorgewebe infiltriert weshalb der ventrale Teil des M. deltoideus, zwei Drittel des M. pectoralis major, der M. pectoralis minor, das Schlüsselbein und Teile der Kapsel des Schultergelenks entfernt wurden. Die Rekonstruktion der Muskelfunktion erfolgte durch einen gesplitteten M. latissimus dorsi, welcher mit Meshgraft bedeckt wurde. ERGEBNISSE: 3 Jahre postoperativ ist der Mann als Bäcker voll berufstätig, lediglich die Adduktion ist durch das Fehlen des Schlüsselbeins eingeschränkt. Am Institut für Sportwissenschaft wurde die globale Schulterfunktion gemessen und das klinisch gute Ergebnis bestätigt. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Ausgedehnte Tumorresektionen im Schulterbereich sind heute bei guter Planung und radikaler Durchführung der Operation mit einzeitiger Rekonstruktion und sehr früh postoperativ eingesetztem Rehabilitationsprogramm möglich. Sportmedizinische Messungen der globalen Schulterfunktion können zur Optimierung des Rehabilitationsprogramms wertvolle Hinweise liefern.

H. Piza-Katzer, Ch. Raschner, B. Del Frari, M. Zeppetzauer, H. P. Platzer, European Surgery 2/2009

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