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Abdominal Tuberkulose

GRUNDLAGEN: Die Tuberkulose ist nach wie vor eine häufige Infektion in der dritten Welt. In industrialisierten Ländern ist diese Erkrankung relativ selten. Die peritoneale Tuberkulose ist schwierig zu diagnostizieren und kann mit intraabdominellen Malignomen verwechselt werden. METHODIK: Wir beschreiben zwei Patienten mit peritonealer und einen Patienten mit Dickdarmtuberkulose. ERGEBNISSE: Drei Frauen wurden mit unspezifischen abdominellen Symptomen hospitalisiert. Bei zwei Patientinnen wurde radiologisch der Verdacht auf ein intraabdominelles Malignom ausgesprochen – in einem Fall ein Magen- im anderen ein Ovarialkarzinom. In beiden Fällen erfolgte die korrekte Diagnosestellung aus laparoskopisch gewonnenem Gewebe. Die dritte Patientin entwickelte sechs Jahre nach erfolgreicher Nierentransplantation akute Bauchschmerzen und blutigen Durchfall. Die Diagnose einer Kolontuberkulose wurde endoskopisch gestellt. Alle Patientinnen wurden erfolgreich tuberkulostatisch behandelt. In einem Fall wurde ein multiresistenter Stamm von Mycobacterium tuberculosis isoliert. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die intraabdominelle Tuberkulose kann sich klinisch ähnlich einer gastrointestinalen oder gynäkologischen Krebserkrankung präsentieren. Mittels Laparoskopie and Endoskopie mit Gewebsbiopsie kann die korrekte Diagnose rasch gestellt und eine entsprechende Therapie eingeleitet werden.

I. Stelzmueller, R. Bellmann-Weiler, A. Klaus, G. Weiss, H. Bonatti, European Surgery 2/2009

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