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Chirurgische Eingriffsentscheidung bei Sinus pilonidalis

GRUNDLAGEN: Ein chronischer Sinus pilonidalis (SP) kann in eine akut abszendierende Verlaufsform übergehen. Die vorliegende Arbeit untersucht die Faktoren, welche bei der akuten Exazerbation des chronischen SP eine Rolle spielen. METHODIK: Analyse der Krankenakten von 1962 Patienten, die zwischen 1980 und 1996 mit SP in drei Bundeswehrkrankenhäusern behandelt wurden. ERGEBNISSE: Patienten mit chronischem SP zeigten eine höhere Anzahl Fistelöffnungen (p < 0,001) und eine längere Krankheitsdauer (p < 0,001), während die akute Verlaufsform mit Nikotinkonsum assoziiert war (p < 0,001). Die behandelnden Chirurgen entschieden sich eher für die Durchführung eines primären Wundverschlusses, wenn weniger Fistelöffnungen vorlagen. Die Erfolgsrate des primären Wundverschlusses war bei der chronischen (67,2 %) sowie der akuten Verlaufsform (66,9 %) ähnlich erfolgreich. Ein hoher BMI hatte beim chronischen SP einen negativen Einfluss auf die primäre Wundheilungsrate (p = 0,012). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Eine frühelektive chirurgische Behandlung des chronischen SP scheint bei Patienten mit einer kurzen Krankheitsdauer, einer niedrigen Anzahl von Fistelöffnungen und floridem Nikotinabusus sinnvoll zu sein.

D. Doll, A. Novotny, K. Wietelmann, E. Matevossian, T. Evers, A. Lieber, W. Düsel, S. Petersen, European Surgery 2/2009

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