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Letaler Verlauf eines Clostridium difficile-assoziierten toxischen Megakolons nach unverwandter Stam

GRUNDLAGEN: Eine nosokomiale Clostridium difficile-assoziierte Kolitis tritt in 1–4 % aller chirurgischen Patienten auf. In 3–5 % kann hieraus ein toxisches Megakolon mit schwerer Sepsis entstehen, welches dann einer chirurgischen Intervention bedarf. METHODIK: Fallbericht. ERGEBNISSE: Bei einer Patientin mit ausgeprägter Neutropenie nach Stammzelltransplantation, die wegen einer akuten lymphatischen Leukämie durchgeführt wurde, entwickelte sich trotz adäquater Therapie mit Metronidazol und Vancomycin ein toxisches Megakolon. Nach erfolgloser medikamentöser Therapie wird zunächst eine Hemikolektomie rechts, dann eine subtotale Kolektomie durchgeführt. Dadurch wird zwar das TM erfolgreich therapiert, jedoch gelingt es der anhaltend neutropenischen Patientin trotzdem nicht sich suffizient zu erholen, sodass sie in ein Multiorganversagen verfällt, in dem sie letztendlich verstirbt. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Patienten mit zu erwartender länger anhaltender Neutropenie, die ein toxisches Megakolon entwickeln, sollten möglichst rasch mit einer subtotalen Kolektomie operativ behandelt werden, da die Infektion auch unter optimaler antibiotischer Therapie zu einem unkontrollierbarem Mulitorganversagen fortschreiten kann.

M. Biebl, I. Stelzmüller, D. Nachbaur, D. Wolf, G. Suman, H. Bonatti, European Surgery

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