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Laparoskopische Fundoplikatio: Indikation und Management von Komplikationen

GRUNDLAGEN: Sowohl die Gesamtzahl an Komplikationen nach antirefluxchirurgischen Eingriffen als auch der Prozentanteil an Patienten mit Problemen nach Fundoplikatio nimmt mit der Dauer des Überwachungszeitraumes zu. Therapeutische Schritte hängen einerseits von den Symptomen, damit von der Art und Intensität der Einschränkung der Lebensqualität des Patienten ab, andererseits von der dieser Problematik zugrunde liegenden morphologischen Veränderung. METHODIK: Es wird eine Übersicht über mögliche postoperative Symptome und deren Evaluierung gegeben, eine Korrelation zu morphologischen Befunden hergestellt und sich daraus ergebende Therapieoptionen aufgezeigt. Darüberhinaus werden die Symptome, morphologischen Veränderungen und deren therapeutische Konsequenzen anhand von 259 eigenen laparoskopischen Re-Eingriffen analysiert. ERGEBNISSE: Die häufigsten Probleme postoperativer Störungen nach Fundoplikatio sind anhaltendes oder wiederum aufgetretenes Sodbrennen, Dysphagie oder die Kombination beider. Im eigenen Krankengut traten diese Symptome vor der Erstrevision bei 201 Patienten 50 mal (Dysphagie), 72 mal (Sodbrennen) und 79 mal (Kombination beider Symptome) auf. Die häufigste morphologische Ursache für Komplikationen ist das sog. "Slippen" des Fundoplikats, das im eigenen Krankengut vor dem ersten Re-Engriff bei 141 Patienten, vor allen wiederholten Re-Eingriffen zusammen 194 mal vorgefunden wurde und damit 70,1 % bzw. 74,6 % aller Komplikationen betrifft. Sogenannte "Side effects" wie Blähungen oder unkontrollierte Darmtätigkeit treten gerne mit oben genannten Komplikationen auf, sind jedoch zumindest zum Teil mit einem Revisionseingriff reversibel. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Therapie postoperativer Komplikationen hängt immer von der Schwere der Symptome, das heißt, der Beeinträchtigung der Lebensqualität des Patienten ab. Liegt der Symptomatik ein morphologischer Fehler zugrunde, sollte eine Re-Fundoplikatio in Erwägung gezogen werden. Die Lebensqualität nimmt durch eine Re-Fundoplikatio deutlich zu, auch unerwünschte Nebenwirkungen sind in hohem Maße verbesserbar.

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