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Delorme-Operation für hochgradige rektale Intussuszeption

GRUNDLAGEN: Das Ziel dieser Untersuchung war es, Langzeitergebnisse nach der Delorme-Operation für hochgradige rektale Intussuszeption zu evaluieren. METHODIK: Fünfzehn Patienten, welche sich der Delorme-Operation zwischen 1996 und 2004 unterzogen haben, wurden telefonisch oder schriftlich befragt, wobei Obstipation und Inkontinenz präoperativ und zum Zeitpunkt der Befragung sowie der allgemeine Zufriedenheitsgrad mit dem Ergebnis der Operation erfasst wurden. ERGEBNISSE: Nach einem medianen Beobachtungszeitraum von 63 Monaten waren 9 Patienten (60 %) der Befragung zugänglich. Zwei davon berichteten über keine Verbesserung der Defäkationsprobleme, die restlichen 7 gaben eine Verbesserung der Defäkationssymptome an. Von den letzteren waren 6 mit dem Ergebnis der Operation zufrieden, einer war unzufrieden. Der mediane Obstipationsscore zeigte einen signifikanten Abfall von 16 (präoperativ) auf 10 (postoperativ). Allerdings berichteten 5 von 9 Patienten (55 %) über eine neu aufgetretene Kontinenzstörung nach der Operation. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Delorme-Operation kann die Obstipationssymptome bedingt durch rektale Intussuszeption deutlich verbessern und ist mit einem akzeptablen Zufriedenheitsgrad verbunden. Allerdings können einige Patienten nach der Operation eine gewisse Kontinenzstörung entwickeln, was ihre postoperative Lebensqualität beeinträchtigen kann.

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