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Barrett-Ösophagus nach Antireflux-Chirurgie

GRUNDLAGEN: Antireflux-Chirurgie stellt eine gute Alternative zur medikamentösen Therapie der gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD) ohne Barrett-Ösophagus (BE) dar, bei denen sie die Entstehung eines BE verhindern soll. Diese Studie untersuchte die Entstehung von BE nach Antireflux-Chirurgie. METHODIK: Von 115 Personen ohne BE vor der Operation haben 12 (10,4 %) eine intestinale Metaplasie entwickelt und wurden mittels Endoskopie, Histologie und Funktionsdiagnostik untersucht. ERGEBNISSE: Die 12 Personen hatten durchschnittlich 5 Endoskopien mit Biopsien. Symptome bestanden bei 10 (83 %) Patienten 80 Monate nach der OP. Die Nachsorge betrug im Mittel 135 Monate. Vier Personen hatten keinen Reflux beim pH und Bilitec Monitoring; 8 Patienten hatten pathologischen Reflux. Es gab keinen Unterschied zwischen jenen mit normaler und pathologischer Refluxaktivität bezüglich Endoskopie, Histologie und Manometrie. Eine intestinale Metaplasie entstand in 58–90 Monaten ausgehend von cardiac oder oxyntocardiac mucosa. Vier Personen hatten eine Regression von intestinaler Metaplasie zu cardaic mucosa nach intensiver medikamentöser Therapie. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Antireflux-Chirurgie kann die Entstehung eines BE in 10 % der Fälle nicht verhindern, wobei 1/3 der Personen pathologischen Reflux hatten. Mittels Histopathologie kann eine Progression von oxyntocardiac und cardaic mucosa zur intestinalen Metaplasie bzw. Dysplasie und Karzinom bzw. Regression vom BE zur cardiac und odyntocardiac mucosa monitiert und mit der Funktionsdiagnostik korreliert werden.

A. Csendes, G. Smok, P. Burdiles, I. Braghetto, A. Henriquez, European Surgery

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