zur Navigation zum Inhalt
 

Intrapankreatische Nebenmilz

GRUNDLAGEN: Intrapankreatische Nebenmilzen wurden in bis zu 1,7 % beschrieben, die Läsionen werden aber in den seltensten Fällen richtig diagnostiziert. Die meisten Patienten mit kleinen Rundherden im Pankreasschwanz werden mit der Verdachtsdiagnose "Pankreastumor" operiert. METHODIK: Wir berichten über eine 68-jährige Patientin mit einer 1,4 cm großen Läsion im Pankreasschwanz, welche mittels bildgebender Verfahren diagnostiziert wurde. Es wurde eine Pankreaslinksresektion mit Splenektomie durchgeführt. ERGEBNISSE: Die histopathologische Aufarbeitung des Operationspräparates ergab eine intrapankreatische Nebenmilz. Die Entlassung der Patientin erfolgte am 15. postoperativen Tag in beschwerdefreiem Zustand. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Patienten mit kleinen, gut abgrenzbaren Läsionen im Pankreasschwanz, welche im CT ein gering Kontrastmittel aufnehmendes Verhalten zeigen, sollten mit nicht-invasiven Methoden weiter abgeklärt werden. Falls sich dabei eine intrapankreatische Nebenmilz bestätigt, sollte auf eine Operation verzichtet und Verlaufskontrollen durchgeführt werden.

T. Eberl, C. Langner, H. Lackner, J. Tschmelitsch, European Surgery

Volltext dieses Beitrags / entire article auf SpringerLink

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben