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Isolierung und Charakterisierung mesenchymaler Stammzellen aus der humanen Nabelschnur: Potente Zellen für eine zellbasierte Therapie in der Kinderchirurgie?

GRUNDLAGEN: Mesenchymale Stammzellen (MSC) besitzen die Eigenschaft sich in verschiedene Gewebe zu differenzieren. Diese MSCs können heute in einer Vielzahl von Geweben sowohl des adulten als auch des fetalen Organismus nachgewiesen werden. Ihre Anzahl ist jedoch sehr gering. Im Rahmen dieser Untersuchung sollte überprüft werden, in wie weit MSCs oder MSC-ähnliche Zellen in der humanen Nabelschnur nachweisbar sind. METHODIK: Postpartal wurde die humane Nabelschnur entnommen, in kühler physiologischer Kochsalzlösung gelagert und in ca. 1 cm große Abschnitte aufgeteilt. Die Gefäße wurden anschließend mit einer Pinzette entfernt und das restliche Gewebe in einem Enzym-Cocktail verdaut. Die auf diese Weise isolierten umbilikalen mesenchymalen Stammzellen (UCMSC) wurden anschließend zentrifugiert, das Pellet resuspendiert und die Zellen kultiviert. ERGEBNISSE: (1) UCMSCs lassen sich in ausreichender Anzahl isolieren und (2) leicht kultivieren. (3) In der primären Kultur zeigten diese Zellen eine fibroblastoide Zellmorphologie. (4) UCMSCs lassen sich in vitro leicht expandieren und zeigen eine Differenzierung in verschiedene Zelltypen (5) Immunhistochemisch exprimieren diese Zellen mesenchymale Stamm-zellmarker (CD13, CD105), jedoch keine hämatopoetischen Stammzellmarker (CD 14 und CD34). SCHLUSSFOLGERUNGEN: Unsere Untersuchungen zeigen, dass sich MSCs in der humanen Nabelschnur nachweisen lassen. Sie stellen somit eine wertvolle Ressource zur Gewinnung von potenten Zellen für zellbasierte Therapieansätze in der Chirurgie und besonders in der Kinderchirurgie dar.

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