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Neurologie 8. November 2007

Antibiotikum bei Schlaganfall

Für einen überraschenden Therapieerfolg, der mit dem Antibiotikum Minocyclin bei Schlaganfallpatienten gesehen wurde, soll ein neuroprotektiver Effekt verantwortlich sein. In einer Studie in Israel erhielten 150 Patienten, die 6–24 Stunden zuvor einen ischämischen Insult erlitten hatten und daher für eine Thrombolyse nicht mehr in Betracht kamen, entweder Minocyclin oder Placebo (Neurology 2007;69:1404–1410).
Schon nach einer Woche wiesen jene die Patienten, die das Antibiotikum erhalten hatten, einen signifikant niedrigeren Behinderungsgrad auf als die Patienten der Placebogruppe. Und ebensolches nach einem Monat. 90 Tage später hatten die Verumpatienten nach der National Institute of Health Stroke Scale NIHSS nur noch leichte bis keine Behinderungen mehr (NIHSS 1,6). Bei den übrigen Patienten kam es nur zu geringfügigen Besserungen (von 7,5 auf 6,5).

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