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Neurologie 15. Mai 2007

Alt werden hat Zukunft

Am 8. Mai 2007 wurde das neue Fachmagazin „focus neurogeriatrie“ im Wiener Jazzlokal Birdland präsentiert. Zahlreiche Gäste aus Wissenschaft und Industrie folgten der Einladung zu diesem Event.

Der alte Patient ist ein multimorbider ­Pa­tient, der eine fächerübergreifende medizini­sche Versorgung braucht. Prim. Dr. Andreas Winkler, MSc, Leiter der Abteilung für Neurologische Geriatrie und Rehabilitation im Haus der Barmherzigkeit, Wien, weiß, dass die ­enormen He­rausforderungen, die hinsichtlich Diagnose und Behandlung von altersbedingten Erkrankungen auf die Ärz­teschaft zukommen, nur im inter­dis­zi­plinären Dialog zu lösen sind. Grund genug für ein neues Fachmagazin, das Orientierungshilfe bieten soll. „Focus neurogeriatrie“ wurde vom Herausgeber Winkler und dem Springer Verlag WienNewYork vergangene Woche dem Publikum aus Wissenschaft und Industrie vorgestellt. Aus der Taufe gehoben wurde das interdisziplinäre Journal für Geriatrie, Neurologie und Psychiatrie von Prof. Dr. Fazekas, Graz, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Neurologie, Prof. Dr. Fleischhacker, Innsbruck, Österreichische Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Frau Prim. Dr. Grafinger, Ärztliche Leiterin, Haus der Barmherzigkeit, Tokiostraße Wien und Hon. Prof. Dr. Schlögel, Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend, Wien.

Neue Herausforderungen für alle Beteiligten

Die Experten waren sich einig, dass der ständig älter werdende Anteil unserer Gesellschaft ein Umdenken der traditionellen Strukturen im Gesundheitssystem notwendig macht. Sowohl die medizinische Versorgung als auch das betreuende Team wie Ärzte verschiedener Disziplinen, medizinisches Fach- und Pflegepersonal sind gefordert, im Umgang mit dem geriatrischen Patienten neue Rahmenbedingungen zu entwickeln. Die unabhängige Zeitschrift gehört zu den auflagenstärksten Fachme­dien in Österreich. Mit einem neuen inhaltlichen Konzept werden fächerübergreifende Aspekte in der Neurogeriatrie aufbereitet, und ein international besetzter wissenschaftlicher Beirat garantiert die hohe fachliche Qualität des Fachjournals. Entsprechend der inhaltlichen Ausrichtung wurde ein modernes grafisches Erscheinungsbild entwickelt. Auf bunte Motivbilder wird ganz verzichtet, der Schwerpunkt liegt auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und Fakten. – Aber gibt es nicht schon genug medizinische Zeitschriften auf dem Markt? „Nicht die Frage, ob wir ein neues medizinisches Fach­journal benötigen, ist von Interesse, sondern inwieweit kann es einen neuen Blickwinkel für unser ärztliches Handeln eröffnen?“, sagt Winkler. „Als Mediziner brauchen wir ständig Informa­tionen für unsere Entscheidungen, die wir tagtäglich vor unseren ­Patienten vertreten müssen.“

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