zur Navigation zum Inhalt
 
Neurologie 1. Juli 2008

Lasst mich bloß nicht in Ruhe – oder doch? Was es bedeutet, Menschen im Wachkoma als Subjekte erns

Wachkomapatienten als Subjekte im therapeutischen und pflegerischen Geschehen anzuerkennen, setzt eine Klärung der Begriffe Subjekt, Person und Autonomie voraus. Es gibt gute Gründe, die Begriffe Person und Mensch synonym zu verwenden, statt den Personstatus eines Menschen von seinem Bewusstseinszustand abhängig zu machen. Für die Kommunikation mit Wachkomapatienten ist außerdem die Einsicht von entscheidender Bedeutung, dass der Leib Träger menschlicher Personalität und das Medium von Kommunikation ist. Wie das menschliche Antlitz, hat auch der menschliche Leib als ganzer eine Appellstruktur. Insofern lässt sich argumentieren, dass schon die bloße Gegenwart eines Menschen im komatösen Zustand, dann aber auch viele nonverbale Signale als Aufforderung zur Kommunikation verstanden werden sollten. Wie weit Signale und Reaktionen, die vom Patienten ausgehen, im Einzelfall als personale Mitteilung interpretiert oder als bloße Körperreaktionen begriffen werden, ist allerdings in hohem Maße deutungsabhängig.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben