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Neurologie 1. Mai 2006

Palliative Therapie des Glioblastoma multiforme: ein multimodales Konzept

Wir berichten über einen 72-jährigen Patienten mit einem Glioblastoma multiforme, der nach Operation mit einer Radio-/Chemotherapie (CCNU plus Ganzhirnbestrahlung 60 Gy) behandelt wurde, die allerdings auf Grund des Nebenwirkungsprofils abgebrochen werden musste. Nach einem mehrmonatigen therapiefreien Intervall wurde ein Progress der Erkrankung festgestellt, den wir mit einer etablierten Zweitlinien-Chemotherapie (Temozolomid) und gleichzeitig einem sehr begrenzten, den Patienten in seiner Lebensqualität nicht sehr beeinträchtigenden Eingriff (Rickham Reservoir) behandelten. Es konnte damit über wenige Monate eine Befundbesserung erreicht werden. Leider verstarb unser Patient 11 Monate nach Diagnosestellung wegen Progredienz. Dieser Fall zeigt, dass auch in einer palliativen Situation ein multimodaler Therapieansatz das Ziel der Behandlung, nämlich die Symptomlinderung, und damit maximale Aufrechterhaltung von Lebensqualität, erreichen kann.

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