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Neurologie 21. Juli 2014

Großbritannien treibt Demenz-Forschung voran

Einer der größten Studien zur Erkrankung soll den Weg für ein neues Medikament erschließen.

Im vergangenen Jahr nutzte Großbritannien seine G8-Präsidentschaft, um das Thema Demenz auf die internationale Agenda zu setzen. Nun hat das Königreich im Kampf gegen die kognitive Abbauerkrankung weitere Anstrengungen zur Entwicklung eines wirksamen Medikaments unternommen: Unter Führung der Universität Cardiff (Wales) wurde ein mit 16 Millionen Pfund (rund 20 Millionen Euro) finanziertes Forschungsprojekt angestoßen.

Nach Berechnungen der britischen Regierung könnten die volkswirtschaftlichen Kosten der Demenz drastisch reduziert werden, wenn der Ausbruch der Krankheit um drei Jahre verzögert würde. Dies ergebe allein in Großbritannien ein Einsparungspotential  an Gesundheitskosten von jährlich fünf Milliarden Pfund.

Die Studie unter der Führung der Cardiffer Forscher soll zwei Millionen Menschen in aller Welt einbeziehen - eine der größten Demenz-Studien in der Wissenschaftsgeschichte. "Wir müssen dies als Krankheit betrachten und nicht als natürliche Gegebenheit", sagte Premierminister David Cameron kürzlich vor 300 Gesundheitsexperten aus aller Welt.

Im vergangenen Jahr hatten sich bei einem Demenz-Gipfel in London Regierungen und Forscher dazu verpflichtet, bis 2025 eine wirksame Therapie für Demenz zu finden.

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