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Neurologie 30. Juni 2005

Schlaganfall: Oft Cephalea

Bei knapp 2.200 Patienten mit einem ischämischen Schlaganfall oder einer transitorischen ischämischen Attacke (TIA) haben die Neurologin Dr. Susanne Tentschert, Wien, und ihre Kollegen die Assoziation zu Kopfschmerzen untersucht.
27 Prozent der Teilnehmer gaben in der prospektiven Untersuchung an, mit Beginn der Schlaganfall-Symptome meist als dumpf, drückend oder scharf beschriebene Kopfschmerzen gehabt zu haben, berichtete Tentschert bei der Europäischen Schlaganfall-Konferenz in Mannheim. In 60 Prozent der Fälle waren die Schmerzen beidseitig.
Besonders betroffen sind Frauen sowie Patienten unter 40 Jahre. Auch wenn zuvor eine Migräne bekannt war, traten signifikant häufiger Kopfschmerzen beim Schlaganfall auf als bei anderen Patienten.
Zudem scheinen die Kopfschmerzen einen Hinweis auf die Lokalisation der Ischämie im Gehirn zu geben, denn überdurchschnittlich oft treten Kopfschmerzen nach dieser Studie dann auf, wenn das Kleinhirn betroffen ist.

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