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Neurologie 13. Februar 2014

Alkohol induzierte kognitive Dysfunktion

Von der akuten Alkohol-toxischen Schädigung des Zentralnervensystems bis zu geschlechtsspezifischen Unterschieden von Alkoholefekten im Gehirn.

Alkoholkonsum kann zu einer akuten Intoxikation mit entsprechender klinischer Symptomatik führen.

Im ersten Stadium der Alkoholintoxikation kommt es zur Exzitation mit Enthemmungen, verlängerten Reaktionszeiten und verminderter Schmerzwahrnehmung, sowie zu nachweisbaren Veränderungen der kognitiven Leistungen insbesondere zu einer Beeinträchtigung der Gedächtnisleistungen. Jedoch sind die kognitiven Folgen einer Intoxikation in den allermeisten Fällen reversibel sofern keine Alkoholabhängigkeit besteht.

Durch chronischen Alkoholkonsum ergeben sich erhebliche neuropsychologische Defizite. Insbesondere zeigen Alkoholkranke eine deutliche Dysfunktionalität in der sozialen Kognition sowie Defizite in exekutiven Funktionen wie in Problemlösefähigkeiten und Abstraktion, beim Entscheidungstreffen, Planen und Organisieren aber auch Beeinträchtigung der Handlungskontrolle und Inhibierung.


Bei etwa 50 Prozent der Alkoholabhängigen sind Einbußen der Kognition mit einer zerebralen Atrophie in der Bildgebung des Gehirns vergesellschaftet.

Es zeigen sich auch geschlechtsspezifische Unterschiede, sowohl auf akute Alkoholintoxikation, als auch bei chronischem Alkoholkonsum reagieren Frauen vulnerabler mit Entwicklung dauerhafter Schäden.

Elisabeth Weiss, Evelin M. Singewald, Beatrix Ruepp, Josef Marksteiner, Wiener Medizinische Wochenschrift 1/2/2014

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