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CT bei Apoplexie. Abgestorbenes Gewebe erscheint blau.
 
Neurologie 4. November 2013

WCN 2013: Ischämischer Schlaganfall

Biomarker lässt funktionellen Therapieerfolg voraussagen.

Ein österreichisches Forschungsteam fand einen neuen Biomarker, mit dem sich der Therapieerfolg nach einem Schlaganfall voraussagen lässt: Je höher der Level eines bestimmten Proteins nach dem ischämischen Schlaganfall, desto schlechter die Chancen für die Betroffenen, sich gut von der Krankheit zu erholen. Die Studie wurde beim 21. Weltkongress für Neurologie in Wien vorgestellt.

Österreichische Forscher haben einen Biomarker identifiziert, der den Behandlungserfolg bei Schlaganfallpatienten voraussagen lässt. Konkret geht es um die Prognose, ob sich die funktionellen Ergebnisse der Betroffenen durch die Therapie gut oder weniger gut verbessern lassen. Die Studie zum neuen Biomarker Plasma NGAL (Neutrophiles Gelatinase-assoziiertes Lipocalin) wurde beim 21. WCN vorgestellt.

„Schon eine ganze Reihe an zirkulierenden Entzündungs-Reaktanten sind als Biomarker bei ischämischem Schlaganfall identifiziert worden, aber noch keine Studie konnte bislang den zusätzlichen Nutzen nachweisen, den zirkulierende entzündungsassoziierte Proteine als mögliche Prognose-Instrumente haben. Den konnte unser Team jetzt zeigen“, sagte PD Dr. Thomas Seifert-Held von der Medizinische Universität Graz. Für die Studie wurde das Plasmalevel von NGAL bei 46 Patienten gemessen, die eine Woche zuvor einen Schlaganfall erlitten hatten. 90 Tage danach wurden die Proteinlevels erneut untersucht und dabei in Beziehung gesetzt mit möglichen Infektionen nach der Erkrankung sowie mit den Ergebnissen der modifizierten Rankin-Skala (mRS). Die mRS ist eine standardisierte Maßzahl, die das Ausmaß der Behinderung nach einem Schlaganfall beschreibt – je höher die Zahl, desto höher die funktionelle Beeinträchtigung eines Menschen, etwa durch Lähmungen, Gesichtsfeldverlust oder Sprachstörungen.

Je höher der Proteinwert, desto schwerer die Behinderung

Je höher das Level zirkulierender Proteine eine Woche nach dem Schlaganfall ist, so die Studienergebnisse, desto höher ist auch der mRS-Wert drei Monate danach und desto schlechter stehen die Chancen der Patienten, nach erlittenem Hirninfarkt wieder so leben zu können wie bisher. „Ein erhöhtes Vorkommen an zirkulierendem NGAL ist dabei mit dem Auftreten von Schlaganfall-assoziierten Infektionen verbunden“, so Seifert-Held. „Unsere Ergebnisse unterstützen die mögliche prognostische Bedeutung von Biomarkern, für die es immer mehr Hinweise gibt, weiter. Jetzt muss es in weiteren Untersuchungen darum gehen, den Biomarker mit der höchsten Sensitivität und Spezifität zu identifizieren.“

Quelle: 21. Weltkongress für Neurologie, 21.– 26. September 2013, Abstract Pekar et al, Plasma neutrophil Gelatinase-associated lipocalin and functional outcome in ischemic stroke

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