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© Andrea Danti / shutterstock.com
 
Neurologie 22. Mai 2013

Mai: Europäischer Monat des Gehirns

Neurologische Forschung im Aufwind – Weltkongress in Wien.

Die Europäische Union hat mit dem European Brain Council den Mai 2013 zum „European Month of the Brain“ erklärt. Das spiegelt das vermehrte Augenmerk auf die Hirnforschung in den letzten Jahren wider.

Experten sind sich einige, dass aufgrund der demografischen Entwicklung zukünftig ein weiterer Anstieg bei neurologischen Erkrankungen zu erwarten ist. So gehen Schätzungen bei der Zahl der jährlichen Schlaganfälle von einer Verdopplung bis 2030 aus, bei der Parkinsonerkrankung von einer Verdreifachung und bei Demenzerkrankungen von einem Anstieg um fast das Zweieinhalbfache bis zum Jahr 2050. Diese Erkrankungen des Gehirns verursachen aber nicht nur erhebliches Leid und Verlust an Lebensqualität, sondern auch enorme Kosten. So werden die Belastung neuropsychiatrischer Erkrankungen für die europäischen Volkswirtschaften auf insgesamt 798 Milliarden Euro jährlich geschätzt. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Fortschritte in den neurologischen Therapiemöglichkeiten ermöglichten besonders in den letzten Jahren eine verbesserte Früherkennung und auch wirkungsvollere Behandlung der Betroffenen. Auch österreichische Wissenschaftler haben an diesen Erfolgen beispielsweise im Bereich Schlaganfall, Multiple Sklerose oder Parkinson nicht unerheblichen Anteil. Dass die österreichische Neurologie international einen ausgezeichneten Ruf genießt, bestätigt auch die Tatsache, dass Wien im September die Gastgeber-Stadt des 21. World Congress of Neurology (WCN 2013) sein wird, dem weltweit größten und wichtigsten wissenschaftlichen Event in diesem Fachbereich. Das Motto des WCN 2013 lautet „Neurologie im Zeitalter der Globalisierung.

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