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Neurologie 6. März 2012

Mit MS Arbeiten

Das Projekt „Mit MS arbeiten“ fokussiert auf die Vereinbarkeit von MS und Berufstätigkeit.

Am Runden Tisch der Multiple Sklerose Gesellschaft Wien sprachen Arbeitgeber, Betroffene und Experten aus Medizin, Politik und Wirtschaft ihre Standpunkte an und entwickeln gemeinsam künftige Strategien. Deklariertes Ziel ist es MS PatientInnen einen längeren Verbleib in der Arbeitswelt zu ermöglichen.

Chronisch kranke Menschen werden von der Gesellschaft häufig als reine Kostenfaktoren angesehen und in Folge rasch vom Arbeitsmarkt verdrängt. Dabei muss eine chronische Krankheit wie zum Beispiel Multiple Sklerose (MS) nicht automatisch in die Arbeits- oder Berufsunfähigkeit führen. Die Multiple Sklerose Gesellschaft Wien fokussiert mit ihrem Projekt „Mit MS arbeiten“ auf die Vereinbarkeit von MS und Berufstätigkeit und wird dabei von der Wirtschaftskammer Wien unterstützt. KommR Brigitte Jank, Präsidentin der Wiener WK: „Die Wirtschaft kann und will sich den Verlust von erfahrenen und gut ausgebildeten Mitarbeitern nicht leisten. Die Betriebe nehmen daher ihre Verantwortung wahr und sind sehr bemüht, chronisch kranke Menschen möglichst lange im Arbeitsprozess zu halten.“ Univ. Prof. Karl Vass, Univ.-Klinik f. Neurologie, Wien und Präsident der MS-Gesellschaft Wien dazu: „Auch aus medizinischer Sicht ist der Verbleib im Arbeitsprozess sinnvoll, da sich ökonomische Sicherheit, ein gutes Selbstwertgefühl und Erfolg am Arbeitsplatz positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken.“

Je nachdem, ob der Verlauf der Krankheit es zulässt, ist ein produktiver Verbleib am Arbeitsplatz durchaus möglich. Ein Ziel bei der Erstellung eines Therapiekonzepts ist daher immer auch der Erhalt der Arbeitsfähigkeit. Vass betont: „Mit den Therapien, die uns heute zur Verfügung stehen, ist die Vereinbarkeit von MS und Beruf in vielen Fällen möglich. Wichtig für PatientInnen sind aber neben der medikamentösen Therapie auch andere Faktoren, zum Beispiel die Rücksichtnahme auf spezifische Probleme wie etwa das Fatigue-Syndrom, psychische Betreuung oder Hilfe beim Weg durch den Behördendschungel sowie der barrierefreie Zugang des Arbeitsplatzes. Oft ist nur eine geringfügige Unterstützung notwendig damit der Betroffene im Arbeitsprozess verbleiben kann.“

Genau hier setzt auch die Arbeit der MS-Gesellschaft Wien an: als Anlaufstelle für Betroffene bietet sie Informationen zu nahezu allen Themen rund um die Multiple Sklerose.

Information:

MS-Gesellschaft Wien

Simone Linemayr, Tel.:01/409 26 69-17

Hernalser Hauptstr. 15-17, 1170 Wien

, www.msges.at

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