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Neurologie 25. Jänner 2012

MS-Medikament von Merck wird breiter vermarktet

Der deutsche Pharma- und Chemiekonzern Merck darf sein Top-Medikament zur Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) in Europa breiter vermarkten. Die Europäische Kommission genehmigte den Einsatz des Präparats Rebif nun auch zur Behandlung von Patienten mit MS im Frühstadium, wie Merck am Mittwoch in Darmstadt mitteilte. Die neue Zulassung gelte ab sofort für alle 27 Länder der Europäischen Union.

Das Medikament wurde in Europa erstmals 1998 und in den USA im Jahr 2002 zugelassen. Inzwischen wird es in über 90 Ländern verkauft. Die wichtigsten Konkurrenzpräparate, die wie Rebif allesamt gespritzt werden müssen, sind die Mittel Betaferon von Bayer und Copaxone von Teva. Allerdings ist mittlerweile mit der Tablette Gilenya von Novartis auch ein MS-Medikament auf dem Markt, das Patienten das unangenehme Spritzen erspart. Experten zufolge dürfte der Wettbewerb deshalb härter werden.

Im Jahr 2010 hatte Merck mit Rebif seine Erlöse um 8,6 Prozent auf 1,67 Mrd. Euro erhöht. Damit war das Mittel das mit weitem Abstand umsatzstärkste Medikament der Pharmasparte. Wie sich Rebif 2011 geschlagen hat, dürfte am 6. März klar werden. Dann will Merck seine Geschäftszahlen für das vergangene Jahr veröffentlichen.

apa.at

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