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Neurologie 25. August 2011

Immunschwäche als möglicher MS-Auslöser

Eine große Genomstudie belegt die Schlüsselrolle des Immunsystems bei der Entwicklung einer Multiplen Sklerose und erklärt, wie sich der Angriff auf Gehirn und Rückenmark vollzieht.

250 Wissenschaftler untersuchten, geleitet von den Universitäten Cambridge und Oxford, die DNA von 9.772 MS-Betroffenen und von 17.376 gesunden Kontrollpersonen. Sie konnten 23 bereits bekannte genetische Verbindungen bestätigen. Weitere 29 neue genetische Varianten, die zur Auslösung der Erkrankung beitragen, wurden entschlüsselt. Eine große Zahl der identifizierten Gene spielt eine Schlüsselrolle bei der Funktion des Immunsystems, insbesondere bei der Funktion der T-Zellen. Auffällig am Forschungsergebnis ist, dass ein Drittel der identifizierten Gene bereits für die Entstehung anderer Autoimmunkrankheiten (Morbus Crohn, Diabetes mellitus Typ 1) ausgemacht wurde.

International Multiple Sclerosis Genetics Consortium & The Wellcome Trust Case Control Consortium 2: ­Nature 2011; 476: 214–9; doi:10.1038/nature10251

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