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Neurologie 11. März 2009

Commotio cerebris wirkt lange nach

Eine Gehirnerschütterung kann auch noch Jahrzehnte später motorische und kognitive Hirnfunktionen beeinträchtigen.

 

Kanadische Forscher untersuchten die Gehirnfunktionen 19 gesunder ehemaliger Eishockey- und Footballspieler im späten Erwachsenenalter, die in ihrer Jugend mindestens eine Gehirnerschütterung erlitten hatten. Die Daten wurden mit jenen von 21 gesunden früheren Athleten ohne Gehirnerschütterung verglichen. Die Gedächtnisleistung wurde mit neurophysiologischen Tests bestimmt. Hörmodelle sollten Aufmerksamkeits-(P3-)Gehirnreaktionen provozieren. Transkrankiale, magnetische Stimulations-/TMS-)Modelle maßen Reizbarkeit der motorischen Hirnrinde und charakterisierten Dysfunktionen des motorischen Systems.

Im Vergleich zu den Kontrollen hatten die Ex-Athleten mit Gehirnerschütterung eine geringere Gedächtnisleistung und eine geringere Reaktionshemmung, signifikant verzögerte und verminderte Pe-Reaktionen sowie verlängerte kortikale Ruheperioden und Bradykinesie.

 

L. De Beaumont et al, Brain Advance Access, online January 28, 2009; Brain, doi:10.1093/brain/awn347

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