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Foto: photos.com
14,3 Prozent der Schlaganfall-Patienten erleiden dieses Ereignis in der Nacht.
 
Neurologie 25. Mai 2011

Jeden Siebten trifft der Schlag im Schlaf

Da bei Patienten, die der Schlaganfall im Schlaf ereilt hat, der genaue Zeitpunkt des Ereignisses unklar ist, kommen sie nicht für eine Lyse infrage. Wie viele Patienten dies betrifft, hat jetzt eine große populationsbasierte Studie in den USA ermittelt.

Ein Team um Dr. Jason Mackey von der University of Cincinnati überprüfte Daten von sämtlichen Patienten, die in einer Region mit 1,3 Millionen Einwohnern innerhalb eines Jahres aufgrund eines Schlaganfalls in die Notaufnahme eines Klinikums gelangten. Insgesamt konnten knapp 1.900 Schlaganfälle ausgewertet werden. Davon ereigneten sich 14,3 Prozent im Schlaf. Zwischen Patienten mit nächtlichen Schlaganfällen und Patienten, die in ihrer Wachphase von dem Ereignis überrascht wurden, gab es kaum Unterschiede. Signifikant waren nur die Altersdifferenz: Patienten mit nächtlichen Schlaganfällen waren im Schnitt zwei Jahre älter, auch waren bei ihnen die Symptome etwas stärker ausgeprägt.Ein weiteres Ergebnis: 36 Prozent der Patienten mit nächtlichen Schlaganfällen wären nach anderen Kriterien wie Blutdruck und Laborwerten für eine Lyse geeignet gewesen, hätte man sichergehen können, dass das Ereignis nicht länger als drei Stunden zurücklag.

Mackey J et al.: Neurology 2011; 76: 1662–7; doi:10.1212/WNL.0b013e318219fb30

ÄZ/MUT/PH, Ärzte Woche 21 /2011

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