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Neurologie 1. November 2010

Ausgedehntes Schwannom der Cauda equina ohne neurologisches Defizit – Fallbericht und Literaturübersicht

Schwannome und Ependymome gehören zu den häufigsten Tumoren der Cauda equina. In der Regel verursachen sie aufgrund der Raumforderung im Spinalkanal früh neurologische Ausfälle und werden so klinisch auffällig. Dies gilt insbesondere für ausgedehnte Tumoren. Geschildert wird der Fall einer 75jährigen Patientin mit einem Schwannom der Cauda equina, der von BWK 12 bis LWK 3 reichte, nahezu den gesamten Spinalkanal ausfüllte und lediglich therapierefaktäre Lumbago als einziges Symptom verursachte. Der Tumor wurde mikrochirurgisch über eine Laminotomie von LWK 1 bis LWK 2 ohne bleibendes neurologisches Defizit entfernt. Obwohl chronischen Rückenschmerzen in höherem Alter zumeist degenerative Wirbelsäulenerkrankungen zugrunde liegen, sollte differentialdiagnostisch immer an eine langsam wachsende spinale Raumforderung als mögliche Ursache gedacht werden, da das postoperative Ergebnis entscheidend von einer frühzeitigen Diagnosestellung abhängt.

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