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Neurologie 30. Juni 2010

Neue Einsichten über Demenz

ENS 2010: Leukoaraiose im Stammhirn als Prädiktor.

Ergebnisse der LADIS-Studie (Leukoaraiosis And DISability) deuten darauf hin, dass Veränderungen der Weißen Masse in den Tiefenregionen des Gehirns mit einem erhöhten Risiko verbunden sind, in den nächsten drei Jahren an vaskulärer Demenz zu erkranken.

 

Am 20. Meeting der Europäischen Neurologen-Gesellschaft (ENS 2010) im Juni in Berlin präsentierten Forscher Teilergebnisse der LADIS-Studie: 639 Probanden ohne Demenz im Alter von 65 bis 84 Jahren wurden auf Ausmaß und Ort von Veränderungen der Weißen Masse hin untersucht und drei Jahre hindurch weiter beobachtet. 90 der Probanden entwickelten in dieser Zeitspanne unterschiedliche Formen von Demenz, vor allem vaskuläre Demenz.

Vaskuläre Demenz entsteht durch krankhafte Veränderungen der Blutgefäße. Sie erzeugt Anomalien der exekutiven Gehirnfunktionen. Bestimmte Veränderungen der Weißen Masse (Leukoaraiose) können mit Demenz assoziiert sein.

Die Forscher zeigten, dass Schweregrad der Leukoaraiose und Ort ihres Auftretens für die Prognose entscheidend sind. „Es zeigte sich, dass periventrikuläre Leukoaraiose ein unabhängiger zusätzlicher Indikator für die Entwicklung von Demenz ist“, so Dr. Bruno Miranda, Universitätshospital de Santa Maria, Lissabon. „Menschen, bei denen die Weiße Masse zu Beginn der Studie in den tiefen Gehirnregionen, vor allem im subkortikalen Gehirn, verändert war, entwickelten signifikant häufiger eine vaskuläre Demenz.“

 

Quelle: ENS 2010 Abstract O115

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