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Neurologie 1. Oktober 2009

Epilepsie und Neurozystizerkose in Subsaharan-Africa

Über die letzten Jahrzehnte hinweg konnten zahlreiche Studien belegen, dass Epilepsie in Subsahara-Afrika eine hochprävalente neurologische Erkrankung darstellt. Gründe hierfür sind mannigfaltig, Infektionen des zentralen Nervensystems spielen jedoch eine wichtige Rolle. Vor kurzem erst erkannte man Neurozystizerkose (NCC) als ernsthaftes Gesundheitsproblem mit steigender Tendenz in Subsahara-Afrika. Es wird geschätzt, dass NCC 30–50 % der erworbenen Epilepsien verursacht. NCC steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Schweinzystizerkose sowie der humanen Täniasis, erstere Erkrankung erreicht in einigen Schweinepopulationen Subsahara Afrikas fast 50%. In diesem Übersichtsartikel fassen wir zunächst die Prävalenz der Epilepsie in Subsahara-Afrika zusammen und zeigen einige Besonderheiten dieser Erkrankung im afrikanischen Kontext auf. Dann konzentrieren wir uns auf die Prävalenz der NCC, ihre klinischen Ausprägungen und gängige Diagnosekriterien für die NCC bezogen auf Afrika. Es schließt sich ein Abschnitt über die neuesten Entwicklungen in der serologischen Diagnostik der Zystizerkose und ein weiterer über therapeutische Aspekte an. NCC stellt einen häufigen Risikofaktor für Epilepsie dar; korrekte Diagnose und konsequente Behandlung der NCC könnte Epilepsie von Millionen von Menschen in Subsahara-Afrika heilen.

Andrea Sylvia Winkler, Arve Lee Willingham, Chummy Sikalizyo Sikasunge, Erich Schmutzhard, Wiener klinische Wochenschrift 3/2009

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