zur Navigation zum Inhalt
 
Neurologie 1. Juni 2007

Verminderte zerebrovaskuläre Reaktivität bei normotensiven Patienten mit nicht-insulinunabhängigem D

HINTERGRUND: Unter zerebrovaskulärer Reaktivität (ZVR) versteht man einen hämodynamischen Parameter, nämlich den normalerweise auftretenden Anstieg der zerebralen Durchblutung nach vasodilatorischem Stimulus (z.B. Hyperkapnie). ZIEL DER STUDIE: Erfassung der ZVR durch transkraniellen Doppler-Ultraschall vor und nach einem Atem-Anhalte-Test (AAT) bei normotensiven Patienten mit nicht-insulinunabhängigem Diabetes mellitus (NIDDM) und anschließende Evaluierung der Ergebnisse dieser ZVR nach Hyperkapnie in Bezug auf Risikofaktoren für eine zerebrale Mikroangiopathie. METHODEN: Die Studie wurde bei 34 normotensiven Patienten mit NIDDM und einem in der Alters- und Geschlechtsverteilung entsprechenden Kollektiv von 31 Personen, die als Kontrolle (NK) dienten, durchgeführt. Die NIDDM-Patienten wurden in eine Subgruppe A (n = 21, 12 Männer, 9 Frauen; Alter: 58,77 ± 8,91 (MW ± SD) Jahre) mit mikroangiopathischen Komplikationen und eine Subgruppe B (n = 13; 8 Männer; Alter 56,34 ± 9,83 Jahre) ohne solche Komplikationen unterteilt. Die NK Gruppe bestand aus 17 Männer und 14 Frauen (Alter: 58,43 ± 6,31). Es galten folgende Exklusionskriterien: Hypertonie und vergangene oder bestehende symptomatische zerebrovaskuläre Erkrankung. Der AAT bestand aus einer durch 20 Sekunden Luftanhalten erzeugte Hyperkapnie. Die ZVR wurde durch Messung des Anstiegs der mittleren Flussgeschwindigkeit (MFV) in beiden AA cerebri med. während Hyperkapnie im Vergleich zu der basal erhobenen MFV erhoben. ERGEBNISSE: In der Gruppe A war die CVR bei 71,42% signifikant vermindert, während in der Gruppe B nur 30,76% eine mild, bzw moderat verminderte ZVR aufwiesen. Die durch univariate Regressionananlyse ermittelten besten Prädiktoren einer relativ verminderten ZVR waren: Dauer des Diabetes mellitus (r = 0,802; p < 0,0001), Fibrinogen (r = 0,574, p < 0,0001), C-reaktives Protein (r = 0,525; P < 0,001), Proteinurie (r = 0,924, p < 0,0001), Serumkreatinin (r = 0,969; p < 0,0001). Die multivariate Regressionsanalyse zeigte, dass die Dauer des Diabetes mellitus (p < 0,0001), die Proteinurie (p < 0,0001) und das Serumkreatinin (p < 0,0001) signifikante Prädiktoren einer gestörten CVR waren. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die ZVR ist bei normotensiven NIDDM-Patienten vermindert. Diese Änderung der zerebralen Hämodynamik korreliert signifikant mit der Dauer des Diabets mellitus, mit Entzündungsparametern und mit dem Serumkreatinin.

Ligia Petrica, Maxim Petrica, Adrian Vlad, Flaviu Bob, Cristina Gluhovschi, Gheorghe Gluhovschi, Catalin D. Jianu, Sorin Ursoniu, Adalbert Schiller, Silvia Velciov, Virginia Trandafirescu, Gheorghe Bozdog, Wiener klinische Wochenschrift

Volltext dieses Beitrags / entire article auf SpringerLink

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben