zur Navigation zum Inhalt
 
Neurologie 26. Juni 2008

Mehr Licht bei Demenz

Bei Demenzpatienten bessert die Unterstützung des Tagesrhythmus durch helles Licht die Lebensqualität. Dies zeigt eine niederländische Studie mit knapp 200 Bewohnern von Pflegeheimen. Bei vielen alten Menschen ist Demenz mit Schlafbeschwerden und starken Stimmungsschwankungen verbunden, was die Angehörigen oder das Pflegepersonal zusätzlich belastet. Dazu trägt Studien zufolge auch eine Störung des 24-Stunden-Rhythmus bei.
Mediziner aus Amsterdam prüften, ob zusätzliches Licht die Symptome lindern kann. Dabei ergänzten sie das Tageslicht täglich um bis zu 3,5 Stunden durch zusätzliche Lichtquellen. Nach 15 Monaten hatte das Licht den geistigen Abbau der Teilnehmer zwar im Vergleich zu jenen Senioren, die kein zusätzliches Licht erhielten, nur um fünf Prozent reduziert. Symptome von Depressionen ließen jedoch um 19 Prozent nach, und der Abbau der allgemeinen Funktionsfähigkeit wurde um 53 Prozent gebremst, wie die Forscher im Journal of the American Medical Association (JAMA Vol. 299, S. 2642-2655) berichten.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben