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Innere Medizin 14. Februar 2006

Weniger Schmerzen im magnetisierten Knie

Schwache Magnetfelder sind als adjuvante Therapie bei Arthrosen geeignet.Sie reduzieren Schmerzen und erhöhen die Beweglichkeit des Gelenkes.

Das Ergebnis einer sechswöchigen Studie mit Arthrose-Patienten, in deren Rahmen täglich 16 Minuten ein niederfrequentes elektromagnetisches Feld mit stufenweise ansteigenden Feldstärken von 3,4 bis 13,6 Mikrotesla eingesetzt wurde, zeigte eindeutig Wirkung. Schmerz, Beweglichkeit sowie Funktionstüchtigkeit des Knies wurden vor und nach der Exposition erhoben. In der Verum-Gruppe kam es zu einer signifikanten Verbesserung. Die Schmerzintensität nahm bis zum Ende der Therapie stetig und signifikant ab, nämlich von durchschnittlich etwa 55 auf 37 Punkte auf einer numerischen Analog-skala (0 Punkte: schmerzfrei; 100 Punkte: stärkster Schmerz). Zwar nahm der Schmerz auch in der Placebo-Gruppe bis zur vierten Woche ab (von 58 auf 47 Punkte), dann jedoch wieder allmählich an Intensität zu. Die Therapie-Effekte hatten bei der Nachuntersuchung vier Wochen nach Ende der Behandlung nachgelassen, unterschieden sich jedoch noch vom Ausgangswert. Zusätzlich fiel in der Verum-Gruppe als positiver Nebeneffekt eine Reduktion des systolischen Blutdrucks von im Mittel 136 auf 131 mmHg auf (Placebo: geringer Anstieg von 136 auf 139 mmHg).Bisher stützten sich Befürworter der Magnetfeldtherapie hauptsächlich auf Erfahrungsberichte und Kasuistiken. Mit dieser Studie lägen nunmehr erstmals statistisch relevante Daten vor, berichten die Autoren. Eine mögliche Erklärung für die Wirksamkeit könnte sein, dass elektrische Vorgänge bei der De- und Regeneration von Knochen und Knorpel beteiligt sind. Die Untersucher gehen davon aus, dass die elektromagnetische Energie die Ionenflüsse im Körper auf bisher noch unbekannte Weise beeinflusst und dadurch die Chondrozytenfunktion ankurbelt. Möglicherweise gebe es zusätzlich noch synergistische Effekte mit einigen anderen Methoder der Knorpel-stimulation.

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