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Komplementärmedizin 17. August 2005

Magnetfeld bei Schlafstörungen

Etwa 26 Prozent der Bevölkerung leiden unter Schlafstörungen, denen zurzeit 88 verschiedene Formen zugezählt werden, in der Altersgruppe über 60 Jahren sogar mehr als 50 Prozent. Neben einer Reihe von Medikamenten und Verhaltensmaßnahmen existieren Hinweise, dass gepulste Magnetfelder zu einer Verbesserung der Schlafstruktur und damit zu verminderter Tagesmüdigkeit führen können. Ziel dieser Untersuchung war es, den Einfluss einer regelmäßigen Magnetfeldanwendung auf die Tagesmüdigkeit zu evaluieren. Insgesamt 150 Patienten mit nichtorganischen Schlafstörungen waren einbezogen, wovon 75 das Magnetfeld für jeweils zwei Wochen anwendeten. 

Die Ergebnisse wurden anhand dreier international gültiger Skalen ermittelt. In der Epworth-Skala (Maximum: 24 Punkte) zeigte sich ein deutlicher Rückgang der Tagesmüdigkeit von durchschnittlich 11,6±1,3 auf 7,3±0,8 Punkte (p<0,05) nach Magnetfeld-Anwendung, während in der Kontrollgruppe (Ausgangswert: 11,4 Punkte) keine signifikante Verbesserung zu erzielen war. In der Stanford-Schläfrigkeitsskala (Maximum: 7 Punkte) erreichte die Magnetfeld-Gruppe von ursprünglich 5,3±1,1 Punkten am Ende 3,1±0,2 Punkte (p<0,03). Auch hier war keine Besserung in der Kontrollgruppe (Startwert: 5,0 Punkte) zu verzeichnen. In der Selbstbeurteilung (Maximum: 40 Punkte) erzielte die Magnetfeld-Gruppe von zunächst 28,2±4,2 Punkten schließlich 16,1±2,2 Punkte (p<0,05), während in der Kontrolle (Ausgangswert: 26,5 Punkte) keine signifikante Veränderung zu sehen war. Diese Ergebnisse sprechen dafür, dass mittels Magnetfeldtherapie eine Verminderung der Tagesmüdigkeit zu erreichen ist, woraus indirekt auf eine Verbesserung der Schlafstruktur geschlossen werden kann. Weitere polysomnographische Untersuchungen sollen diese Vermutung erhärten.

Ch. Thuile, M. Walzl

Ch. Thuile, Internationale Gesellschaft für Energiemedizin, Wien; M. Walzl, Landesnervenklinik Graz

Diese Studie wurde am 4. Internationalen Geriatriekongress, 17. bis 19. Mai 2001, in Wien präsentiert

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