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Komplementärmedizin 17. August 2005

Magnetfeldtherapie in der Stimmheilkunde

Indikationen für die Magnetfeld-Resonanztherapie-Stimulation sind: Berufsdysphonien aller Provenienz, hypo- und besonders hyperfunktionelle Dysphonien, funktionelle Dysphonien und psychogene Dysphonien. 

Folgende Effekte werden beobachtet: 

  • Relaxierung der Kehlkopfmuskulatur, im besonderen der inneren Kehlkopfmuskulatur (M. thyreoarytaenoideus i. B. M. vocalis, M. internus);
  • Tonisierung der inneren Kehlkopfmuskulatur; 
  • Senken des durch vegetativen Stress gesteigerten allgemeinen Körpertonusses mit direkter Verbesserung der Tiefatmungsfunktion;
  • Psychogene Entspannung, somit Verbesserung der Aufnahmebereitschaft im Trainings- und Therapieprozess;

Die Wirkungsweise der Magnetfeldtherapie ist im funktionellen Stimmbereich besonders in Bezug auf die Entspannung (mentale wie muskuläre), die Tonisierung sowie auf die begleitende Behandlung von störenden Krankheitssymptomen im Hals-Nasen-Rachenbereich, die beim Sprechvorgang hinderlich sind, von Interesse.

Magnetfeld-Resonanztherapie-Stimulation im Arbeitsbereich der HNO-Medizin

Bei organischen Erkrankungen im HNO-Bereich (Ödeme, Zysten, Entzündungen u.a.), besonders im postoperativen Fall, ist analog zu den Erfahrungen in den anderen medizinischen Fachbereichen (zum Beispiel Orthopädie, Dermatologie, Innere Medizin) der begleitende (adjuvante) Einsatz der Magnetfeld-Resonanztherapie-Stimulation vorstellbar. Dies wird derzeit mittels Anwendungsbeobachtungen evaluiert und dokumentiert.

Einsatz der Magnetfeldtherapie  in der Stimmheilkunde

Aufgrund unserer positiven Erfahrungswerte zeigen sich noch weitere mögliche Indikationen für einen Einsatz der Magnetfeldtherapie in der Stimmheilkunde. Wir empfehlen daher die Durchführung klinischer Studien zur Verifizierung unserer Anwendungsbeobachtungen. Möglichen Indikationen sind:

  • Neurogene Dysphonien: Rehabilitation bei Stimmlippenparesen durch die Stimulierung des Nerve growth factors (NGF); Spasmodische Dysphonien, Psychogene Dysphonien, Affektionen im Rahmen eines Morbus Parkinson.
  • Organischen Dysphonien: akute organische Veränderungen wie Laryngitis, Ödeme und Blutungen im Bereich der Stimmlippen, Stimmlippenzysten (Subepithelialzysten, Pseudozysten) durch Immunmodulation (Makrophagenstimulierung).
  • Funktionelle Dysphonien: Harmonisierender Einfluss auf das autonome Nervensystem.

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