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Vitamin C ist für den menschlichen Organismus wichtig; ein internationales Expertentreffen befasste sich kürzlich mit rezenten wissenschaftlichen Daten zur Vitamin-C-Hochdosis-Infusionstherapie.
 
Komplementärmedizin 10. November 2014

Vitamin-C-Hochdosis- Infusionstherapie

Internationales Expertentreffen im Oktober 2014: Praxisrelevante Erfahrungen und aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse.

Vom 7. bis 9. Oktober 2014 trafen sich führende Experten aus Österreich, Deutschland und Südamerika, um praxisrelevante Erfahrungen und wissenschaftliche Studien zur Vitamin-C-Hochdosis-Infusionstherapie auszutauschen. Eingeladen zu dieser Key-Opinion-Leader-Konferenz nach Bad Nauheim hatte das Unternehmen PASCOE Naturmedizin, das mit Vitamin-C-Injektopas® 7,5g (deutscher Handelsname PASCORBIN® 7,5g) das einzig zugelassene Arzneimittel für die Hochdosis-Infusionstherapie bei Vitamin-C-Mangelzuständen anbietet.

Eröffnet wurde das Symposium von Dr. Gabriele Weiß, Bereichsleitung Forschung und Entwicklung, die die von PASCOE initiierten Studien zur Pharmakokinetik, Pharmako- dynamik und therapeutischen Wirkung vorstellte. Besonders eindrucksvoll ist die Studienlage bei Herpes-zoster-Erkrankungen - hier beschleunigt die adjuvante Behandlung mit PASCORBIN® 7,5g nicht nur die Heilungsrate, sondern reduziert das Risiko für die gefürchteten Post-zoster-Neuralgien.

Stressmanagement, Arthritis und supportive Tumortherapie

Anschließend referierte Professor Dr. Claus Muss, der Praxiskliniken in Augsburg, Wien und Luzern leitet, zu seinen Schwerpunktthemen Stressmanagement, Arthritis und supportive Tumortherapie mit Vitamin C. Er stellte dar, wie metabolischer und neuroendokriner Stress die Mitochondrien und damit den Energiestoffwechsel der Zelle schädigt. Die Pathophysiologie der mitochondrialen Dysfunktion mit resultierendem Energiemangel zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Konferenz und wurde von vielen anderen Rednern ebenfalls als zentraler Punkt im Krankheitsgeschehen gesehen. Müdigkeit bzw. Fatigue ist ein charakteristisches Symptom vieler Patienten, und Vitamin-C-Infusionen - hier waren sich alle Experten einig - heben den Energiestatus. Muss gab einen sehr guten Einblick in die labordiagnostischen Möglichkeiten, Mitochondrienfunktion, Stresshormone, Vitamin C und oxidativen sowie nitrosativen Stress zu bestimmen. Da Vitamin C an der Bildung zentraler Neurotransmitter beteiligt ist und zu den effektivsten körpereigenen Antioxidantien gehört, ist die Vitamin-C-Hochdosistherapie, meist über einen Zeitraum von sieben bis acht Wochen, bei Muss wichtiger Bestandteil des Stressmanagements. Unterstützt durch pflanzliche Arzneimittel wie NEURAPAS® und PASCOFLAIR® 425mg. Silent Inflammation war ein weiterer zentraler Punkt von Muss - hier behandelt er meist über einen Zeitraum von 4 Wochen mit hochdosierten Vitamin-C-Infusionen.

Anwendung in der gynäkologischen Onkologie

Den zweiten Konferenztag begann Dr. Jürgen Frost, gynäkologischer Onkologe aus Solingen. Er stellte, neben erfolgreichen onkologischen Behandlungsverläufen, seine aktuellen Praxisstudien zur ökonomischen Bedeutung von prä- und peri-operativen Vitamin-C-Infusionen bei laparoskopischer großflächiger Adhäsiolyse, Hysterektomie und operationsbedürftigen Abzessen vor. Je nach Ausmaß der OP gibt Frost am Vortag der OP einmalig eine Infusion a 7,5g oder setzt die Vitamin-C-Behandlung bei größeren OPs peri- und postoperativ fort. Der Erfolg gibt ihm Recht: Er dokumentiert eine drastische Einsparung an Schmerzmitteln und eine stark verkürzte Krankheitsdauer; Komplikationen wie neuralgische Schmerzen oder Wundheilungsstörungen sieht er bei Vorbehandlung mit Vitamin C so gut wie nie.

Weitere aktuelle wissenschaftliche Daten

Anschließend berichtete Dr. Dolores Rodríguez Veintimilla, Leiterin der Ernährungsabteilung am katholischen Universitätskrankenhaus in Guayaquil, Ecuador, von den positiven Effekten von Vitamin C auf den Lymphozytenstatus bei Tumorpatienten und untermauerte ihre Erfahrungen mit einer kürzlich abgeschlossenen Studie bei 45 onkologischen Patienten mit deutlich reduziertem Lymphozyten-Status (‹1500). Die 4-wöchige Vitamin-C-Infusionstherapie führte bei 86,67 % der Patienten zu einem deutlichen Anstieg der Lymphozyten - nur bei 6 % konnte ein weiterer Abfall nicht verhindert werden.

Als nächster Referent stellte der peruanische Arzt Dr. William Calderon Huaman, Internist am Krankenhaus in Lima, mehrere onkologische Fälle vor und beeindruckte seine Zuhörer mit einer Falldokumentation bei antibiotika-resistenter Tuberkulose.

Verbesserte Spermienqualität

Ein anderes Thema schlug die Gynäkologin und Direktorin des Infertility and Reproduction Clinical Center in Quito, Dr. Yesenia Carrera Bonifaz, an. Seit einem Jahr behandelt sie bei Kinderwunsch Männer mit intravenösem Vitamin C, einmal wöchentlich für ca. 3 Monate, um die Spermienqualität zu verbessern. Anhand von 700 Datensätze, die Spermienqualität mit und ohne Vitamin C verglichen, dokumentierte sie die Effekte von Vitamin C: bessere Spermienbeweglichkeit und weniger Oligospermie.

Chemotherapeutisches Potential

Den letzten Konferenztag am 9. Oktober leitete der Wiener Onkologe Professor Dr. Ralf Kleef ein, der intravenöse Vitamin-C-Dosen von 500 mg pro kg Körpergewicht verwendet. Kleef ging vor allem auf das chemotherapeutische Potential von Vitamin C ein. An der Tumorzelle generiert es zelltoxisches Wasserstoffperoxid. Zudem reduziert es die pathologisch erhöhte Expression progressionsrelevanter Gene, wie den endothelialen Wachstumsfaktor VEGF und Matrixmetalloproteinasen (MMP), die für Angiogenese und Metastasierung verantwortlich sind. Präklinisch sind eine Tumorreduktion und weniger Metastasen bereits nachgewiesen. Klinisch sind eine deutlich bessere Lebensqualität mit weniger tumor- und therapiebedingten Beschwerden durch Studien bestätigt. Zudem zeigt Vitamin C wichtige immunologische Effekte - und diese sind für Kleef das Herzstück einer wirkungsvollen onkologischen Therapie. Der in Krems praktizierende Arzt für Naturheilverfahren, Dr. Uwe Leidhold, bestätigte die Erfahrungen Kleefs und betonte noch einmal, dass die Vitamin-C-Hochdosistherapie möglichst frühzeitig postoperativ beginnen sollte.

Anti-entzündliche Wirkung

Professor Dr. Martin Raithel, Oberarzt und Leiter der interdisziplinären Notaufnahme am Universitätsklinikum Erlangen, fokussierte den anti-entzündlichen Aspekt von Vitamin C. Seine Arbeitsgruppe untersuchte in einem eigenen Forschungsprojekt (IIT) die Histamin-senkende Wirkung von PASCORBIN®7,5 g zurück in den Normbereich. Laut Raithel liegt das therapeutische Potential von Vitamin C in der effektiven Entzündungsreduktion, ohne dabei die Immunantwort zu supprimieren, wie dies TNF-α- und IL-1-Blocker oder Antihistaminika tun. Ganz im Gegenteil verbessert Vitamin C die Immunabwehr und den Energiestatus, zwei Faktoren, die bei Allergikern oft im Argen liegen.

Kombiniert mit Akupunktur

Danach stellte der Akupunkturspezialist am Rehabilitationszentrum in Quito, Dr. Ramiro Perez, seine Behandlungsstrategie vor. Jährlich werden bei ihm 5600 Patienten aus ganz Ecuador mit schwerer Gelenkserkrankungen, einer langen Leidensgeschichte und starker Medikamenteneinnahme behandelt. Perez kombiniert Akupunktur mit der wöchentlichen Infusion von Vitamin-C-Injektopas® plus Pascoe-Agil HOM Injektopas®, Lymphdiaral-Injektopas® L- und CHOLO 2-Injektopas® SL. Ziel der Behandlung ist es, spätestens nach einem Monat auf Analgetika verzichten zu können. Dr. Perez wies daraufhin, dass Vitamin C den Behandlungserfolg der Akupunktur deutlich beschleunigt.

Heilungsbeschleunigung

Als letzter Redner berichtete der Ecuadorianer Dr. Alberto Campodónico Del Rosario, Internist und Intensivmediziner am Kennedy-Krankenhaus und Dozent an der katholischen Universität Guayaquil, über seine Erfahrungen bei Patienten mit schweren Traumata, Pleuritiden und Pneumonien. Während die Behandlungsdauer von Pleuritiden und schweren Pneumonien früher bei 3-4 Wochen lag, sieht er seit Verwendung der Vitamin-C-Hochdosis-Infusionstherapie (2-3mal wöchentlich 15 g) eine deutliche Heilungsbeschleunigung auf 9 Tage.

Fazit des Symposiums

Alle drei Tage überzeugten durch die guten Präsentationen der Referenten und die Vielzahl an neuen Studienergebnissen, die vorgestellt wurden.

Mit freundlicher Unterstützung

von PASCOE pharmazeutische Präparate GmbH

Claudia Vollbracht, komplementärmedizin 4/2014

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