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Komplementärmedizin 11. Juli 2005

Akupunktur gut bei Gonarthrose

Zur Behandlung der Arthrose stehen viele pharmakologische Therapieverfahren zur Verfügung. Die Nebenwirkungen sind oft erheblich. Akupunktur bietet sich hier als Alternative an.

In einer randomisierten, placebokontrollierten Studie wurde bei 570 Probanden mit Gonarthrose die Wirksamkeit einer konventionellen konservativen Therapie mit jener der Akupunktur verglichen. Die Studie lief über 26 Wochen. Zur Beurteilung des therapeutischen Erfolges (Funktionsverbesserung und Schmerzreduktion) wurden unter anderem der WOMAC-Score (Western Ontario and McMasters Universities Osteoarthritis Index) sowie der SF-36-Score (36-Item Short-Form Health Servey) verwendet. So zeigte sich, dass die optimale Wirkung der Akupunktur zur Verbesserung der Funktion nach zirka acht Wochen und eine Schmerzreduktion erst nach zirka 14 Wochen eintrat. In der Placebo-Gruppe konnte kein solcher Effekt nachgewiesen werden, wobei nicht ausgeschlossen werden kann, dass dies auf die schwer zu erreichende Verblindung zurückzuführen ist. Im Rahmen dieser Studie konnte außerdem gezeigt werden, dass in der Gruppe der Akupunkturbehandlung keine nennenswerten Nebenwirkungen auftraten. Die erzielten Ergebnisse entsprechen in etwa den Resultaten der pharmakologischen Therapie.
Fazit: Die Akupunktur scheint eine Verbesserung der Funktion und eine Verringerung der Schmerzen ohne nennenswerte Nebenwirkungen zu erreichen und kann damit als begleitende Maßnahme der noch konservativen Therapie der Gonarthrose empfohlen werden.

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