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© S. Wied
Dr. Sabine Wied Ärztin für Allgemeinmedizin mit Praxis in Linz sowie Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Mesotherapie e. V.
© Martin K. / panthamedia
 
Komplementärmedizin 16. Juni 2014

Infusionstherapie mit Vitamin C

Indikationen - Patientengut - Erfolge

Dr. Sabine Wied ist Ärztin für Allgemeinmedizin mit Praxis in Linz sowie Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Mesotherapie e. V. Sie arbeitet schon lange mit Vitamin C i. v. Infusionen und sprach mit uns über die Indikationen und ihre Erfolge mit dieser Behandlungsmethode.

ÄrzteWoche Komplementär: Bei welchen Patienten arbeiten Sie mit Vitamin C-Infusionen? Welche Beschwerden haben diese Patienten?

Wied: Das Patientengut ist vielfältig, denn bei den meisten chronischen Erkrankungen zeigt sich in der Laboranalyse auch ein deutlicher Vitamin C Mangel und dadurch auch ein erhöhter oxidativer Stress.

Kurz umrissen wende ich Vitamin C Infusionen bei Schmerzpatienten wie auch bei chronisch konsumierenden Erkrankungen wie Tumorerkrankungen, aber auch bei chronisch gestressten Patienten an. Bei entzündlichen Erkrankungen und Atopien kommt Vitamin C genauso zum Einsatz.

Wie sind Ihre Behandlungserfolge?

Meine Behandlungserfolge sind bahnbrechend, die gewünschte Besserung stellt sich gerade bei Patienten mit Burnout oder leichte Depressionen relativ rasch ein.

Warum sind Vitamin C-Infusionen für diese Patienten so essentiell?

Wied: Chronisch kranke Menschen müssen oft Medikamente einnehmen, und viele Substanzen, wie z. B. Antibiotika, Aspirin aber auch Cortison und blutverdünnende Medikamente, verbrauchen Vitamin C. Auch physiologische Beanspruchung, wie übermäßiger Sport, führt zu einem erhöhten Vitamin C Verbrauch.

Wie lange ist die Therapiedauer?

Wied: Die Behandlungen mit orthomolekularen Substanzen, wie es auch Vitamin C darstellt, gehört zur Regulationsmedizin und nicht zur Symptombekämpfung. Um etwas in Gang zu bringen und die Stoffwechselvorgänge, in welche Ascorbinsäure involviert ist, wieder in Gang zu bringen braucht man manchmal wirklich ein paar Wochen Zeit. Um das Immunsystem wieder voll in Gang zu setzen, braucht es Zeit. Bei Erkrankungen wie der multiplen Sklerose kann man sich auch das System der körpereigenen Interferonproduktion zunutze machen.

Empfehlen Sie die Vitamin C Infusion auch in präventiverAbsicht?

Wied: Ja, denn mit der oralen Aufnahme ist es meist nicht getan. Viele Patienten leiden unter dem „Leaky Gut Syndrom“ und können daher lebenswichtige Stoffe, die man mit der Ernährung zuführt, nicht aufnehmen. Zudem wollen wir ja auch allergische Zustände schon präventiv bekämpfen, so zum Beispiel die Histaminintoleranz.

Warum arbeiten Sie mit der Dosierung 7,5g Vitamin C Infusionen?

Wied: Dosen von Vitamin C 7,5 g reichen aus, um den Schutzmechanismus aufrecht zu erhalten, und diese Dosierung reicht aus, um alle Gewebe im Körper ausreichend zu versorgen.

Vielen Dank für das interessante Gespräch!

Korrespondenz:
Dr. Sabine Wied-Baumgartner
Landstraße 15A, 4020 Linz
Tel. +43 (0)732/771579
Fax: +43 (0)732/785868
E-Mail: sabine@wied.at
Web: www.mesotherapie.at

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