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Komplementärmedizin 30. Juni 2005

Tees heizen das Immunsystem an

Aus aller Herren Länder erobern Tees die Regale unserer Geschäfte. Abseits von Genuss, werden sie als unterstützende Behandlungsmethode bei verschiedenen Krankheiten durch Studien bestätigt.

Bei den Inhaltsstoffe der Teesorten wurden antiallergische, darm-, rachenreinigende und immunstärkende Wirkungen gefunden. Auch freie Radikale werden von bestimmten Teesorten abgefangen. Um die Wirkstoffe am besten zur Geltung zu bringen, muss die Zubereitungsmethode auf die jeweilige Teesorte abgestimmt werden.

Grüner Tee ist zwar keine Wunderwaffe gegen Herzinfarkt und Krebs, ein vorbeugender Effekt kann ihm allerdings nicht abgesprochen werden, denn er schützt den Organismus, vergleichbar den Vitaminen C und E, vor den freien Radikalen. Diese spielen bei der Entstehung von Arteriosklerose und Krebs eine Schlüsselrolle. Zusätzlich hemmt Grüner Tee die Ausbreitung von Tumorzellen. Der asiatische Tee sollte am besten mit kochendem Wasser zubereitet werden, damit er seine volle Kraft entfalten kann, denn seine Gerbstoffe werden umso besser aus der Pflanze gelöst, je heißer er zubereitet wird.

Der chinesische Oolong schmeckt etwas malzig und stammt von derselben Pflanze wie der Grüne Tee. Allerdings wird er nach der Ernte nicht nur getrocknet, sondern auch leicht "angewelkt", also anfermentiert. In einer japanischen Studie mobilisierte er bei Testpersonen die Fettverbrennung.

Die Stärke des koffeinfreien Lapacho-Tees aus Südamerika liegt in der Linderung entzündlicher Schleimhauterkrankungen des Magen-Darmtraktes sowie des Mund- und Rachenraumes. Der Tee wird aus der Rinde des Baumes gewonnen.

Dem koffeinfreien Rotbusch-Tee (Rooibos-Tee) aus Südafrika werden antiallergische Effekte nachgesagt. Er ist reich an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Durch seinen leicht fruchtig-süßen Geschmack wird er auch von Kindern gerne getrunken und - vermischt mit Fruchtsaft oder Milch - auch von Babys, denen der Tee bei der berüchtigten Drei-Monats-Kolik hilft.

Der koffeinfreie Cystus-Tee aus Nordgriechenland wirkt darmreinigend und immunstärkend. Er enthält mehr krebsschützende Gerbstoffe als der Grüne Tee. In einer Studie des Berliner Universitätsklinikums Charité unterstützte sein Sud den Heilungsverlauf von Halsschmerzen.

Immunkräftigend ist der ebenfalls aus dem Mittelmeerraum stammende Eberrauten-Tee (Artemisia abrotanifolium). In einer Studie mit Eishockeyspielern, den "Kölner Haien", verbesserte er zahlreiche Immunparameter wie etwa die Anzahl der weißen Blutkörperchen. Die Häufigkeit von Atemwegsinfektionen bei diesen Leistungssportlern nahm signifikant ab. Die Eberraute wird nicht einfach mit kochendem Wasser übergossen, sondern zusammen mit dem Wasser aufgekocht, um danach noch einige Minuten zum Ziehen stehen gelassen zu werden.

Quelle: http://hepatitis-c.de/naturmed.htm

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