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...TCM, Akupunktur. Die Forschung ist gefordert, Daten zu liefern.
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Dr. Wolfgang Weidenhammer,Projektkoordinator von CAMbrella

...Homöopathie, die Einnahme vonGlobuli sowie....

CAM - Komplementärmedizin umfasst viele Methoden,hier: eine Shiatsu Behandlung...

 
Komplementärmedizin 11. März 2013

CAM: ein wichtiger Teil des europäischen Gesundheitswesens

Methoden der komplementären und alternativen Medizin sind beliebt und haben großen Forschungsbedarf.

CAMbrella, das EU-geförderte Forschungsnetzwerk für Komplementärmedizin (CAM), präsentierte Ende November 2012 die Ergebnisse seiner dreijährigen Arbeit. Demnach sind das Wissen, das Angebot und die Regulierung der Komplementärmedizin in Europa sehr unterschiedlich. Die CAMbrella-Gruppe fordert daher ein koordiniertes gesamteuropäisches Vorgehen und hat Vorschläge dazu in der „Roadmap for European CAM research“ erarbeitet. Schirmherrin von CAMbrella ist in Österreich die GAMED (Wiener Internationale Akademie für Ganzheitsmedizin). Sie hat - ihrer traditionsreichen Rolle als Networker und Vermittler im Bereich Ganzheitsmedizin entsprechend - maßgeblich zur Durchführung des CAMbrella-Projektes beigetragen.

Die Nachfrage nach CAM (Complementary and Alternative Medicine) in Europa ist groß: Das CAMbrella-Projekt stellte fest, dass nahezu die Hälfte der europäischen Bevölkerung CAM für ihre Gesundheitsbedürfnisse einsetzt. Diese Feststellung korrespondiert mit dem WHO „Global atlas of traditional, complementary and alternative medicine“ (2005), der ebenfalls die weite Verbreitung von CAM in Europa festgehalten hatte.

Ungeachtet dessen fehlt jedoch in Europa - abgesehen von Großbritannien, Schweiz und Norwegen - verwertbares Wissen über die Verbreitung von CAM als Medizindienstleistung für die Bevölkerung. Weder sind in den meisten europäischen Ländern bisher die Bedürfnisse der Menschen in Bezug auf das CAM-Angebot erhoben worden, noch gibt es gesichertes Wissen über die Situation der Anbieter. Projektkoordinator Wolfgang Weidenhammer, Zentrum für naturheilkundliche Forschung, Technische Universität München: „Die Bürger sind der Motor für CAM. Ihre Bedürfnisse und Meinungen sind die Schlüsselpriorität. Wir müssen die Interessen der europäischen Bevölkerung besser kennen und sie in der Forschung stärker berücksichtigen.“

Gesetzliches Chaos

Mehr als 150.000 Ärzte mit einer Zusatzqualifikation in CAM und mehr als 180.000 nicht-ärztliche Therapeuten praktizieren CAM-Methoden in Europa. Dies entspricht etwa 65 CAM-Anbieter pro 100.000 Einwohner - allerdings sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Ausübung von CAM in allen 39 europäischen Ländern verschieden. „Gesundheitsanbieter müssen ihren Patienten und Klienten sichere Dienstleistungen anbieten können. Das gegenwärtige Chaos in Ausbildungen und Rahmenbedingungen für CAM macht dies sehr schwierig“, betonte Prof. Vinjar Fønnebø, Direktor des Norwegischen Forschungszentrums für CAM an der Universität Trømsø.

„Roadmap for European CAM research“

Die CAMbrella-Gruppe fordert die EU auf, europäische CAM-Forschungsprogramme und -initiativen zu implementieren, welche die generell unklare Situation dieses Gebietes ins Auge fassen und sich an den tatsächlichen medizinischen Versorgungsbedingungen in Europa orientieren, wie Prof. Dr. Benno Brinkhaus, Leiter der Abteilung für Komplementärmedizin und der Ambulanz für Integrative Medizin am Institut für Sozialmedizin der Charité in Berlin ausführte: „Wenn CAM ein Teil der Lösung der Probleme sein soll, die in den kommenden Jahren auf uns zukommen, müssen wir dringend zuverlässige Informationen über Wirksamkeit, Sicherheit und Kosten in den realen Versorgungsbedingungen sammeln.“

Die Projektgruppe schlägt die Errichtung eines europäischen Zentrums für CAM vor, das die von CAMbrella empfohlene Forschungsstrategie berücksichtigt. Dieses soll den Forschern die Beantwortung der drängendsten Fragen ermöglichen:

• Wer benutzt CAM in Europa und wofür?

• Welche CAM Methoden versprechen den größten Nutzen für die zentralen Gesundheitsprobleme Fettleibigkeit, Diabetes und Krebs?

• Was muss für die Sicherheit von Patienten gewährleistet werden?

• Welche Bedürfnisse haben EU-Bürger?

• Welche Chancen und Risiken bestehen bei der Integration von CAM in konventionelle Behandlungspläne?

• Was ist bei der Planung eines einheitlichen, wissenschaftsbasierten Vorgehens und bei der koordinierten Verbreitung der Ergebnisse in alle Bereiche der EU-Öffentlichkeit zu beachten?

„CAMbrellas Vision ist es, zu einer evidenzbasierten Grundlage beizutragen, die den europäischen Bürgern und Politikern ermöglicht, fundierte Entscheidungen zu CAM zu treffen“ fasst Dr. Wolfgang Weidenhammer (Foto) die Ziele des Projekts zusammen.

Bedeutende Rolle der GAMED

Die GAMED hat bereits 2004 die ersten Workshops organisiert, um die europäischen CAM Forscher zu einem gemeinsamen Projekt zu bewegen. Aus diesem rund fünf Jahre dauernden Prozess ging schließlich das Proposal CAMbrella hervor. „Dieser Rolle als Networker und Vermittler treu bleibend hat die Gamed in CAMbrella die Kommunikation nach innen und außen und vor allem die Verbreitung der Ergebnisse an die europäische Öffentlichkeit übernommen“, betonte Dr. Bettina Reiter (GAMED). „Es ist uns ein sehr guter, arbeitsorientierter Prozess gelungen und die Ergebnisse von CAMbrella können sich sehen lassen. Die EU und auch die nationalen Gesundheits- und Forschungspolitiker haben nun gute Grundlagen für das weitere Forschungsvorgehen zur Verfügung.“ Österreich mit seiner reichen CAM-Tradition im niedergelassenen Bereich habe allerdings - verglichen mit Deutschland, der Schweiz, England und den skandinavischen Ländern - Nachholbedarf, was die Anbindung von CAM an die Universitäten angeht. „Österreich braucht dringend einen Lehrstuhl für CAM an einer Meduni, damit die Forschung in diesem wichtigen Feld endlich auch hier eine akademische Anbindung und Anerkennung bekommt“, resümierte Dr. Reiter.

Informationen:

http://cambrella.eu,

www.gamed.or.at

Kontakt:

Dr. Bettina Reiter, Tel. +43 699 1717 8682 oder E-Mail:

CAM und CAMbrella

• CAM steht für „Complementary and Alternative Medicine“. CAM wird zunehmend auch im deutschsprachigen Raum die gängige Abkürzung für Behandlungsverfahren, die nicht dem Mainstream der Medizin zuzuordnen sind. Dazu zählen Methoden wie Phytotherapie (Pflanzenheilkunde), Homöopathie, Manuelle Therapien (Massage, Osteopathie und Reflexologie) oder Akupunktur, aber auch z.B. anthroposophische Medizin oder klassische Naturheilverfahren.

• In CAMbrella entwickelten 16 Partnerinstitutionen aus zwölf europäischen Ländern gemeinsam die „Roadmap zur Europäischen CAM-Forschung“. Die Roadmap soll sowohl die Bedürfnisse der europäischen Bürger berücksichtigen, als auch eine brauchbare Arbeitsgrundlage für das EU-Parlament, die nationalen Fördergeber sowie CAM-Stakeholder bilden.

• Die CAMbrella-Gruppe besteht aus akademischen Forschungsgruppen und vertritt keine einzelnen CAM-Methoden oder Anbieterinteressen.

• CAMbrellas Ziel bestand darin, aussagekräftige, vergleichende Forschung und Kommunikation innerhalb Europas zu ermöglichen sowie die Schaffung einer nachhaltigen Struktur für die CAM-Forschung voranzutreiben. Die EU-Kommission förderte das Projekt seit Januar 2010 im 7. Forschungsrahmenprogramm.

• Die Ergebnisse des Projektes wurden am 29. November 2012 bei der Abschlusskonferenz in der Vertretung des Freistaats Bayern bei der Europäischen Union in Brüssel präsentiert.

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Indem Sie die GAMED fördern, leisten Sie einen unverzichtbaren Beitrag zur Gesundheitsvorsorge/Prävention aus ganzheitlicher Sicht, zur Förderung der Wissenschaft und Forschung in der Ganzheitsmedizin. Spenden Sie an die GAMED für eine neue medizinische Zukunft in Österreich.

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GAMED

Wiener Internationale Akademie für Ganzheitsmedizin

Otto Wagner Spital, Sanatoriumsstraße 2, 1140 Wien

www.gamed.or.at (neue Website in Arbeit)

Tel: +43-1-688 75 07

Mail:

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