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Die Patienten, die den Mistelextrakt erhielten, zeigten deutlich wenigerkrankheitsbedingte Symptome als die Kontrollgruppe.*
© WELEDA

Mistelzweig

 
Komplementärmedizin 11. März 2013

Fortgeschrittenes Pankreaskarzinom

Misteltherapie zeigt deutlichen Benefit, sowohl hinsichtlich der Überlebenszeit, als auch der Lebensqualität.

Bis dato sind die therapeutischen Möglichkeiten in späten Stadien des Pankreaskarzinoms äußerst begrenzt. Ermutigende Ergebnisse zeigt eine aktuelle Studie, in der Mistelextrakt sowohl die Überlebenszeit als auch die Lebensqualität der Patienten verbessern konnte.

Die palliative Therapie des inoperablen Pankreaskarzinoms (PK) ist weiterhin unbefriedigend, so PD Dr. Harald Matthes, leitender Arzt am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe, Berlin. Mit dem bisherigen Therapiestandard Gemcitabin lassen sich allenfalls Ansprechraten von 15 bis 30 Prozent und eine Lebensverlängerung von nur wenigen Monaten erzielen. Vorteilhaft kann eine ergänzende Behandlung mit Mistelextrakten sein.

Längere Überlebenszeit

Dass betroffene Patienten auch von einer alleinigen Misteltherapie profitieren, zeigten erste Ergebnisse einer prospektiven Phase-III-Studie in Serbien, die Dr. Marcus Reif, Leiter des Instituts für Klinische Forschung in Berlin, vorstellte. Die Teilnehmer - alle mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem PK - erhielten über zwölf Monate randomisiert eine Best Supportive Care (BSC)-Behandlung (symptomatische Therapie gegen Schmerzen und gastroenterologische Beschwerden) mit oder ohne zusätzlichen Mistelextrakt (Iscador® Qu spezial s.c., dreimal wöchentlich). Die Kontrollgruppe bekam keine weitere antineoplastische Therapie.

Eine Zwischenanalyse von 220 Patientendaten konnte nun tatsächlich eine alleinige Wirkung des Mistelpräparats abbilden. So überlebten die Patienten mit der Studienmedikation im Durchschnitt 2,1 Monate länger (4,8 vs. 2,7 Monate) als im Kontrollarm.

Selbst bei besonders ungünstiger Prognose (Metastasen, hohes Alter, schlechtes Allgemeinbefinden) zeigte sich noch ein Überlebensvorteil (2,0 vs. 3,4 Monate).

Den größten Benefit (7,2 vs. 3,2 Monate) hatten Patienten ohne Metastasen. Dass 17 von 110 Verum-Patienten die zwölfmonatige Studiendauer überlebt haben, wertete der Biometriker ebenfalls als „harten Parameter“.

Weniger tumorbedingte Symptome

Neben der Überlebenszeit verbesserte sich in der Mistelgruppe auch das physische Wohlbefinden der Patienten: Sie klagten seltener über krankheitsassoziierte Symptome wie Fatigue, Übelkeit, Schmerzen, Appetitverlust, Schlaflosigkeit und Gewichtsverlust.

Bericht: Dr. Martina-Jasmin Utzt, Fürstenfeldbruck

Quelle: Experten-Round-Table Iscador® „Neueste Studienergebnisse zeigen: Verlängerung der Überlebenszeit bei gleichzeitiger QoL- und Symptomverbesserung durch Misteltherapie bei fortgeschrittenem oder metastasiertem Pankreaskarzinom“, München, 18. Oktober 2012; Veranstalter: WELEDA

 

*[Quelle: Galun D et al. (2012) Annals of Oncology 23 suppl. 9:712]

CTC= Common Toxicity Criteria

  • Herr Doctor Nabil Abdul Kadir DEEB, 10.11.2016 um 13:06:

    „For the improvement of the prognosis of the pancreatic carcinoma are in addition to the optimization of the therapy, the recognition of early stages or tumor precursor lesions.

    Pour l'amélioration du pronostic du carcinome pancréatique s'ajoutent à l'optimisation de la thérapie, à la reconnaissance de stades précoces ou de lésions précurseurs de tumeurs.

    Für die Prognoseverbesserung des Pankreaskarzinoms sind neben der Optimierung der Therapie das Erkennen von Frühstadien oder Tumorvorläuferläsionen .

    Nabil Abdul Kadir DEEB
    Arzt – Physician – Doctor
    PMI-Ärzteverein e.V. in 53173 BONN GERMANY

    Das Pankreaskarzinom ist der zweithäufigste maligne Tumor des Gastrointestinaltraktes und gehört zu den Tumoren mit der schlechtesten Prognose. Aufgrund der aggressiven Tumorbiologie und fehlender Frühsymptome beträgt die Mortalität annähernd 100% .
    In den meisten Fällen wird der Tumor erst entdeckt, wenn er schon andere Organe befallen hat.

    Klinik und Tumoren des Pankreas : -

    Die meisten Pankreaskarzinome (80%) entstehen im Pankreaskopf, wo sie aufgrund der Gallengangsobstruktion typischerweise zu einem schmerzlosen Ikterus führen. Zusätzlich auftretende gürtelförmige Oberbauch- oder Rückenschmerzen deuten auf eine Infiltration retroperitonealer Nervengeflechte hin.

    Durch eine lokale Kompression eines Tumors im Pankreaskopf kann zusätzlich zur biliären eine intestinale Obstruktion hinzukommen, die sich durch rezidivierendes Erbrechen zeigt. Karzinome des Pankreasschwanzes fallen aufgrund der Lage nicht durch einen schmerzlosen Ikterus, sondern durch Rückenschmerzen, intestinale Obstruktion oder Symptome der Metastasierung auf .

    Die intraduktal papillär muszinöse Neoplasie(IPMN) ist der häufigste zystische Bauspeicheldrüsentumor.

    Häufiger kommen maligne zystische Tumoren des Pankreas vor, zu denen neben den muzinösen Zystadenokarzinomen mit schlechter Prognose die Karzinome in einer intraduktal-muzinösen Neoplasie (IPMN) zählen.

    Diese IPMN-Karzinome entstehen hauptsächlich aus einer Main-duct-IPMN ; das mediane Überleben von Patienten mit IPMN-Karzinom ist ebenfalls deutlich besser als das von Patienten mit duktalem Adenokarzinom .

    Da man in grossen Kollektiven bei 70% der resezierten Main-duct - IPMN maligne Befunde dokumentiert hat , gilt dieser zystische Tumor als Präkazerose und stellt auch bei Fehlen eines Malignitätsnachweises eine Operationsindikation dar.

    In der Literatur werden zudem die ampullären Karzinome historisch als eigene histologische Entität mit deutlich besserer Prognose geführt. Dabei scheint jedoch nach neueren Untersuchungen weniger die Lokalisation in der Ampulle als vielmehr die histologische Subklassifizierung in intestinalen und pankreatobiliären Typ prognoseentscheidend zu sein: Während intestinal differenzierte Karzinome der Ampulle biologisch und prognostisch einem Kolonkarzinom ähneln, zeigen pankreatobiliär differenzierte Karzinome eine Biologie ähnlich dem duktalen Pankreaskarzinom .


    Wesentlich für die Prognoseverbesserung sind neben der Optimierung der Therapie das Erkennen von Frühstadien oder Tumorvorläuferläsionen. Hier sollen gerade zystische Pankreasläsionen betrachtet werden. Unproblematisch sind dabei Pseudozysten und seröse Zystadenome. Ein malignes Potenzial haben muzinöse Zystadenome und die intraductale papilläre muzinöse Neoplasie (IPMN).

    Die Literatur sind beim Verfasser Nabil Abdul Kadir DEEB .



    Mit freundlichen kollegialen Grüßen
    Ihr
    Nabil Abdul Kadir DEEB

    Nabil Abdul Kadir DEEB
    Arzt – Physician – Doctor
    PMI-Ärzteverein e.V. in 53173 BONN GERMANY
    .Palästinamedico International Ärzteverein – ( P M I ) e.V.
    Department of Medical Research
    Département de la recherche médicale
    Bonn – Bad Godesberg 53173
    GERMANY


    Doctor Nabil Abdul Kadir DEEB

    &

    Fatima Zahra Boukantar - DEEB


    (FPÄA) e.V. - Medizinjournalistin
    (FPÄA) e.V. - journaliste médicale
    Förderverein Palästinensischer Ärzte und Akademiker (FPÄA) e.V.
    53173 Bonn - GERMANY“

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