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Auf der Ebene des Nervensystems kommt es durch Stress zu Reizbarkeit, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche.
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Stress bringt die Funktionstüchtigkeit des Immunsystems aus dem Gleichgewicht und begünstigt das Auftreten von zahlreichen Erkrankungen.

 
Komplementärmedizin 12. November 2012

Mikroimmuntherapie und Stress

Eine Regulierung des natürlichen Gleichgewichts des Immunsystems wird auf verschiedenen Ebenen erzielt.

Mikroimmuntherapie, das heißt: Behandlung von akuten oder subakuten Stresszuständen … • Psychische und emotionale Schocksituationen • Stress im Berufsleben • Familienkonflikte • Drucksituationen • Angstzustände … durch die Unterstützung des Immunsystems.

Stress bringt die Funktionstüchtigkeit des Immunsystems aus dem Gleichgewicht und begünstigt das Auftreten von zahlreichen Erkrankungen, wie z. B. wiederholte Infektionen, Immunschwäche und andere opportunistische und teils schwer zu behandelnde Krankheiten.

Die Anwendung der Mikroimmuntherapie bei Stresszuständen zielt auf die Regulierung des natürlichen Gleichgewichts des Immunsystems auf unterschiedlichen Ebenen ab. Die Mikroimmuntherapie wird eingesetzt, bis die Stresssituation überwunden ist oder bis die Stresswerte wieder im Normbereich liegen.

Komplexmittel 2LMISEN

Das Komplexmittel 2LMISEN unterstützt und reguliert das Immunsystem in physischen oder psychischen Stresssituationen:

• In Akutsituationen:

1 bis 2 Kapseln/Tag bis zum Eintreten einer klinischen Verbesserung.

• Bei chronischem Stress:

1 Kapsel/Tag 2 bis 3 Monate,

nachher 10 Kapseln/Monat, 3 bis 6 Monate lang.

Durch die sublinguale Einnahme gelangen die Substanzen über die Schleimhäute direkt in das Lymphsystem, das als Schaltzentrale der Immunreaktion dient.

Durch die Verwendung von IL-2, EGF und RNS in modulierenden Verdünnungen, von DHEA und DMSO in niedrigen stimulierenden Verdünnungen und von SNA® in hohen hemmenden Verdünnungen zielt die Mikroimmuntherapie auf die Modulierung des Immunsystems auf unterschiedlichen Ebenen ab:

• Auf immunologischer Ebene: Einsatz von IL-2, SNA®, DHEA und DMSO, die aufgrund ihrer anti-inflammatorischen Eigenschaften in der Lage sind, das durch Stress gestörte Immunsystem zu regulieren.

• Auf der Ebene des Nervensystems (Abb. 4)(Reizbarkeit, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche): Anwendung von DMSO und DHEA basierend auf deren Fähigkeit zur Neuroprotektion und Beeinträchtigung der Exzitotoxizität auf neuronaler Ebene.

• Auf hormonaler Ebene (Müdigkeit, Gewichtszunahme/-abnahme, Osteoporose): Einsatz von DHEA, ein Sexualhormon, das an der Bildung von Androgenen und Östrogenen beteiligt ist und durch seine Fähigkeit zur Schwächung der osteoklastischen Aktivität positive Auswirkungen auf den Verlauf von Osteoporose hat.

• Auf der Ebene des Herz-Kreislauf-Systems (Herzklopfen, Muskelspannung rund um das Herz): Einsatz von DHEA, DMSO, EGF und RNS, die das Wachstum und das Überleben von Gefäßendothelzellen fördern und somit der Entstehung von Arteriosklerose vorbeugen.

• Auf der Ebene der Haut (Dehydratation, Elastizitätsverlust): Einsatz von DHEA, EGF und RNS, die einen positiven Einfluss auf die Geweberegeneration haben.

• Auf der Ebene des Verdauungssystems (Magenschmerzen, Magengeschwüre): Anwendung von EGF wegen dessen herausragender physiologischer Bedeutung bei der Aufrechterhaltung der Integrität der Gewebe in Speiseröhre und Magen.

Stress und Leukopenie: Case Report

43-jährige Patientin, bei der im Januar 2009 eine Leukopenie während einer Routineuntersuchung diagnostiziert wird. Im Mai 2010 wird eine Lymphopenie festgestellt, die sich im Februar 2011 zu Leukopenie, Lymphopenie und Neutropenie entwickelt. Die Lymphopenie geht mit Müdigkeit, gehäuften Harnwegsinfektionen, Gastritis, Störungen der oberen Atem- und Verdauungswege und Lungenentzündung einher.

Zahlreiche Ereignisse mit einer hohen emotionalen Belastung für die Patientin führen zu einer Erhöhung der Stresswerte von 72 im Januar 2008 auf 321 im Mai 2010 auf der Skala von Holmes und Rahe, wobei Werte über 300 ein Risikofaktor für die Entstehung von schwerwiegenden Erkrankungen darstellen. Die Stresswerte bleiben weiterhin hoch und steigen auf ein Niveau von 430 im Juni 2011.

Im Februar 2011 wird die Behandlung mit dem Mikroimmuntherapie-Präparat 2L EID, das der allgemeinen Immununterstützung dient, aufgenommen. Die Dosierung beträgt 3 Kapseln pro Tag. Bereits innerhalb kurzer Zeit kann eine Erhöhung der Lymphozytenwerte festgestellt werden. Die Patientin bricht die Behandlung jedoch nach 3 Wochen ab, obwohl sie weiterhin unter starkem Stress, Antriebslosigkeit, Angstzuständen und Depression leidet.

Im Juni 2011 wird das Mikroimmuntherapie-Komplexmittel 2L MISEN mit einer Dosierung von einer Kapsel pro Tag eingesetzt. Nach wenigen Wochen kann erneut eine Erhöhung der Lymphozytenwerte nachgewiesen werden. Obwohl die Stresswerte für weitere Monate über dem Grenzwert von 300 liegen, steigen die Lymphozytenwerte weiterhin an und man kann eine deutliche Verbesserung des Immunzustands feststellen. Außerdem lässt sich eine Verringerung der Angstzustände und eine allgemeine Verbesserung in der Stimmung der Patientin feststellen. Die Therapie, welche die Patientin konsequent einhält, wird für einige Monate fortgesetzt. Im August 2011 ist das Abklingen der Lymphopenie zu beobachten.

Die Verbesserung des Gesundheitszustands hat eine Verringerung von Stress auf der Skala von Holmes und Rahe zur Folge.

Schlussfolgerung

Die Ergebnisse legen eine enge Beziehung zwischen den auf chronischen Stress hindeutenden Werten und der Dysregulation des Immunsystems nahe.

Die Mikroimmuntherapie- Komplexmittel 2L EID und 2L MISEN wirken sich positiv auf das Immunsytem aus, was sich sowohl in der Verbesserung des Allgemeinzustands als auch in der Erhöhung der Lymphozytenwerte niederschlägt. Darüber hinaus leistet das Komplexmittel 2L MISEN auf neuroimmunologischer Ebene einen wichtigen Beitrag zur Behandlung von Stress und zur Regulierung von Stimmungsschwankungen.

Der Artikel über den Einsatz der Mikroimmuntherapie bei Stress wurde von verschiedenen Mitgliedern der Wissenschaftsabteilung des Internationalen Instituts für Mikroimmuntherapie verfasst.

Weitere Informationen: Internationales Institut für Mikroimmuntherapie, www.3idi.org

Kontakt:

Österreichische Medizinische Gesellschaft für Mikroimmuntherapie (Ögemit), Dr. Ursula Bubendorfer, medizinische Leiterin; Unterer Aubachweg 8, 6300 Wörgl, Tel.: +43 (0)5332 - 73 619 E-Mail:

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