zur Navigation zum Inhalt
 
Komplementärmedizin 31. Oktober 2012

Musik - und ihr heilendes Potenzial

Mozart & Science 2012: Internationaler Kongress zur Musikwirkungsforschung in Krems.

Rund 200 TeilnehmerInnen und ReferentInnen werden am Donnerstag, den 8. November 2012, am diesjährigen, dreitägigen internationalen Musiktherapie-Kongress an der IMC FH Krems erwartet.

 

„Die Musik und ihr heilendes Potenzial haben in Niederösterreich einen besonders wichtigen Stellenwert. Umso mehr freuen wir uns, hochkarätige WissenschaftlerInnen, ForscherInnen, Lehrende und MedizinerInnen aus dem Bereich Musiktherapie in Krems zu versammeln. Es gilt, zukunftsorientierte, neue Wege für diese junge Wissenschaft zu eröffnen, und sie mehr und mehr auch in der medizinischen Praxis einzusetzen“, so Mag. Wolfgang Sobotka, Landeshauptmann-Stellvertreter und Kongress-Initiator.


Eröffnet wird der Kongress durch hochkarätige Gäste, darunter Prof. Dr. Byungchuel Choi, Präsident World Federation of Music Therapy, und Prof. Julian F. Thayer, PhD, weltberühmter Gesundheitspsychologe und Jazzmusiker (Ohio State University, USA).

Im Mittelpunkt der vielen Vorträge, Workshops und Poster-Sessions stehen kulturelle Aspekte in der Musiktherapie, die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Praxis, die Relevanz der musikalischen Biografie der PatientInnen im Therapieverlauf, die Einflüsse der kulturellen Prägung und der Werte auf Praxis, Forschung und Vermittlung und wie eine junge Wissenschaft ein Gesundheitssystem letztendlich bereichern und humanisieren kann.

Thema: nachhaltiger Einsatz der Musiktherapie in der Medizin


Die ReferentInnen wie der Schweizer Kulturphilosoph Wolfgang Böhler, M.A., der Wiener Internist Prof. Dr. Klaus-Felix Laczika (Universitätsklinik für Innere Medizin Wien), Prof. Dr. sc. hum. Thomas Hillecke (SRH Hochschule Heidelberg, Deutschland), Prof. Dr. mult.Wolfgang Mastnak (Hochschule für Musik und Theater München), Yun Zhi Chen (Shanghai, China) und Dr. Sumathy Sundar (Chennai, Indien) werfen dabei einen besonders kritischen Blick sowohl auf die Gegenwart als auch auf die Zukunft der Musiktherapie und ihren nachhaltigen Einsatz in der Medizin.

Bedeutung der Kunst für die Gesundheit - auch für die Gesundheitspolitik Thema


Gesundheitspolitischen Fragen und der Bedeutung der Kunst für die Gesundheit widmen sich speziell am letzten Kongresstag (10. November) die Impulsreferate von Mag. Wolfgang Sobotka (Gesundheitspolitische Erwartungen an die Musiktherapie), von Wolfgang Böhler, M.A. (Harmonia mundi reloaded) und von Doz. Dr. Hans-Georg Nicklaus (Musik und die Leidenschaft der Seele).

Ausbildung zum Musiktherapeuten in Krems


„In den letzten Jahren ist es uns gelungen, die Musiktherapie als komplementäres Heilungsverfahren in verschiedenen Bereichen wie der Intensiv- und Palliativpflege, der Neonatologie (Frühgeburten), der Psychiatrie und der Krebstherapie zu etablieren. Auch im Bereich der Burnout-Therapie gewinnt sie immer mehr an Bedeutung. Den bisher eingeschlagenen Weg wollen wir konsequent beibehalten und der verstärkten Nachfrage nach MusiktherapeutInnen im Gesundheitsbereich durch den neuen Masterstudiengang Musiktherapie an der IMC FH Krems entgegenkommen“, so Doz. Mag. Dr. Gerhard Tucek, Kongress-Organisator und IMC FH Krems Studiengangsleiter Musiktherapie.


In Österreich wurde 2008 das Musiktherapiegesetz (MuthG, BGBl. I Nr. 93/2008) verabschiedet, das am 1. Juli 2009 in Kraft trat. Österreich ist bislang der einzige europäische Staat mit einem eigens für diese Berufsgruppe geschaffenen Gesetz.

Kongressmotto: Begegnungen der Kulturen


Der Kongress wird von der IMC FH Krems in Kooperation mit der Initiative „Tut gut!“, der SRH Hochschule Heidelberg und der NÖ Landeskliniken-Holding veranstaltet und vom Land Niederösterreich unterstützt. 2014 wird in Krems auch der Weltkongress der Musiktherapie stattfinden.

Der Kongress, der bis 10. November läuft und unter dem Motto „Begegnungen der Kulturen“ ganz im Zeichen der kulturellen Diversität und Praxisrelevanz steht, beinhaltet dieses Jahr besonders viele spannende Themen im Gesundheitsbereich. Angesprochen sind nicht nur FachkollegInnen aus der Musiktherapie, Wissenschaft und Medizin, sondern auch Interessierte aus der breiten Öffentlichkeit.

Mehr Infos und Details zum Programm: www.mozart-science.eu 

IMC FH Krems/IS, springermedizin.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben