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Dr. Erfried Pichler, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin, Allgemeinmediziner, LKH Klagenfurt
 
Komplementärmedizin 28. September 2012

Erfried Pichler ist neuer Präsident der homöopathischen Ärzte

Die Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM) hat in Klagenfurt ihren neuen Präsidenten, den Kärntner Arzt Dr. Erfried Pichler, vorgestellt.

Seine Vorgängerin Gloria Kozel zog Bilanz. Vordringlichstes Ziel der Gesellschaft ist es, die Integration der Homöopathie in das österreichische Gesundheitssystem voranzutreiben. Derzeit werden homöopathische Behandlungen und Arzneien nicht von den Krankenkassen bezahlt, das will Pichler ändern.

 

Kozel nannte die Reform der Grundausbildung für homöopathische Ärzte, das Personalmanagement in der Gesellschaft und das Parieren "medialer Angriffe auf die Homöopathie" als ihre Leistungen. Nicht gelungen sei ihr die Integration der Homöopathie in das Gesundheitssystem und die Errichtung weiterer homöopathischer Ambulanzen, von denen es in Österreich derzeit elf gibt. Die Gesellschaft bietet eine homöopathische Zusatzausbildung nach dem Medizinstudium an.

Homöopathische Medikamente werden aus verschiedenen Stoffen wie Schwefel oder Maiglöckchen durch oft hundertfache Verdünnung hergestellt. Laut Friedrich Dellmour, der Forschungsprojekte für die Gesellschaft leitet, bleiben dabei Informationen in der Arznei vorhanden, die die Selbstheilungskräfte der Patienten anregen können. Kritiker nennen diese Wirkweise Placebo-Effekt. Wie viel Umsatz mit homöopathischen Behandlungen und Arzneien jedes Jahr in Österreich erwirtschaftet wird, wird von der Gesellschaft nicht erhoben.

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