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Komplementärmedizin 1. Februar 2012

Hoher Stellenwert der Homöopathie bei Krebs

Konventionell werden Tumorpatienten mit Chemo-, Strahlentherapie und/oder chirurgischer Therapie behandelt. 80 Prozent der Krebspatienten nehmen  ergänzend zumindest eine komplementäre Methode in Anspruch. "Homöopathie ist nicht zuletzt deshalb so beliebt, weil Dosierung und Einnahme sehr angenehm sind", erklärt Univ.-Prof. Dr. Michael Frass, Facharzt für Innere Medizin, Internistische Intensivmedizin, Medizinische Universität Wien, Klinik für Innere Medizin I.

Guter Nutzen bei geringen Kosten

Aus verschiedensten Gründen ist es schwierig, große wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit von Homöopathie durchzuführen. Zum einen existieren keine universitären Einrichtungen für Homöopathie, die derartige Studien realisieren können. Zum anderen mangelt es an wirtschaftlichem Interesse, wissenschaftliche Arbeiten zu diesem Thema zu finanzieren. "Die Präparate gibt es bereits seit 200 Jahre  und sie kosten wenig – da gibt es keinen wirtschaftlichen Gewinn zu machen", erklärt Prof. Frass. Ungeachtet dessen liefern einzelne Untersuchungen überzeugende Daten. So zeigen direkte Vergleichsstudien, dass Homöopathie gleich gut wie konventionelle Therapien wirkt. Arbeiten aus den Niederlanden und der Schweiz haben darüber hinaus bewiesen, dass sie deutlich kostengünstiger ist.

Wirkung nicht glauben, sondern sehen 

"Ich bin der Meinung, dass man Homöopathie nicht glauben, sondern auf den Effekt schauen soll",  meint Prof. Frass. "Dazu ist jeder Patient durch Selbstbeobachtung und eigene Beurteilung fähig." Laut Prof. Frass erhält der Körper durch das individuell passende homöopathische Mittel die richtige Information, um sich selbst heilen bzw. besser mit der jeweiligen Situation umgehen zu können. "Genau diese Form von Spontanheilung  wollen wir erzielen", so Prof. Frass.

Kernbotschaft des Experten an Patienten: "Vertrauen Sie auf Ihren eigenen Verstand und Ihre Gefühle. Machen Sie sich selbst ein Bild, ob Ihre Beschwerden besser geworden sind oder nicht."

Patienten in allen Tumorstadien können profitieren

Prof. Frass: "Ich empfehle einen frühzeitigen Einsatz der Homöopathie, möglichst gleich nach Diagnosestellung. Aber selbstverständlich lässt sich auch bei fortgeschrittener Erkrankung und im Endstadium viel erreichen. Beispielsweise kann Patienten der Todeskampf erleichtert oder die Angst vor dem Sterben genommen werden." Als besondere Vorteile hebt der Experte hervor, dass Homöopathika den Stoffwechsel des Patienten nicht beeinflussen und keine Wechselwirkungen mit konventionellen Medikamenten verursachen.

http://www.homoeopathie.at/

 Vielfältige positive Wirkungen

Durch Homöopathie lassen sich die vielfach sehr unangenehmen Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie lindern: Besonders gute Erfolge werden bei unerwünschten Effekten auf den Magen-Darm-Trakt – wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall – erzielt.

Durch die Lösung von Blockaden kann der Organismus bei Entgiftungsprozessen unterstützt werden.

Eine weitere Domäne ist die Behandlung von Zweiterkrankungen wie etwa chronischen Kopf- oder Gelenkschmerzen, Asthma oder Verdauungsproblemen.

Häufig werden Brustkrebspatientinnen mit einer Anti-Hormontherapie behandelt. Der Hormonentzug versetzt den Körper jedoch in künstliche Wechseljahre. Jüngere Frauen müssen also mit mehr oder weniger starken Wechseljahresbeschwerden rechnen. Auch hier hilft die Homöopathie. Und auch wenn es nach der Antihormontherapie zu Menstruationsstörungen kommt. 

Das wichtigste Ziel ist die Stärkung der Konstitution, die sich in einer Verbesserung von Lebensqualität bzw. subjektiver Befindlichkeit äußert.

Hennrich.PR/AN, springermedizin.at

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